Für die Bergbaufolgeseen der LMBV in der Lausitz wurden 2025 rund 61 Millionen Kubikmeter Wasser aus den Flüssen genutzt – deutlich weniger als in den Vorjahren. Der Grund ist eine Verschiebung von der Flutung hin zur Bewirtschaftung. Das geht aus einer Mitteilung der LMBV hervor.
Flutung weitgehend abgeschlossen
In den beiden Vorjahren lagen die genutzten Wassermengen noch bei rund 89 Millionen Kubikmeter (2023) und rund 86 Millionen Kubikmeter (2024), wie Maik Ulrich, Leiter der Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier der LMBV, zu den vorläufigen Flutungszahlen mitteilte. Der Rückgang hat laut LMBV vor allem damit zu tun, dass die Flutungsvorgänge bereits weitgehend abgeschlossen sind. Die trockene Witterung im vergangenen Jahr spielte ebenfalls eine Rolle.
Der Fokus hat sich damit stärker auf die Bewirtschaftung der vorhandenen Bergbaufolgeseen verschoben, so die LMBV. Vereinfacht gesagt: Die Seen sind größtenteils gefüllt. Jetzt geht es darum, die Wasserstände zu halten und die Seen als Speicher für die Region zu nutzen.
Spree lieferte den größten Anteil
Mit rund 47 Millionen Kubikmeter wurde laut LMBV der größte Teil des Wassers aus dem Einzugsgebiet der Spree gewonnen. Die Schwarze Elster trug rund neun Millionen Kubikmeter bei, während aus dem Einzugsgebiet der Neiße etwa fünf Millionen Kubikmeter herangezogen wurden. Im Vergleich: Die Schwarze Elster hatte 2024 noch 24 Millionen Kubikmeter geliefert.
Dem stehen Ausleitungen von 49 Millionen Kubikmeter in die Flussgebiete gegenüber, wie die LMBV mitteilte. Diese Rückleitungen dienen dazu, die Pegelstände bei Niedrigwasser zu stützen, Grenzwasserstände zu sichern und den ökologischen Erhalt der Flüsse zu gewährleisten.
Sedlitzer See war Flutungsschwerpunkt
Am meisten profitierte 2025 das Speicherbecken Lohsa II mit 16,7 Millionen Kubikmeter, gefolgt vom als Wasserspeicher genutzten Bärwalder See mit 14,1 Millionen Kubikmeter. Im brandenburgisch-sächsischen Grenzgebiet erhielt die sogenannte Restlochkette – mit dem Sedlitzer See als Schwerpunkt – eine Zufuhr von rund 14 Millionen Kubikmeter im Jahr 2025, wie die LMBV mitteilte.
Die Restlochkette umfasst die fünf Bergbaufolgeseen Großräschener See, Sedlitzer See, Partwitzer See, Geierswalder See und Senftenberger See. Sie bilden zusammen den Lausitzer Seenverbund, der ab Sommer 2026 per Boot befahrbar sein soll. (Artikel von Niederlausitz aktuell)
Seen stützen Spree in trockenen Monaten
Bei den Ausleitungen 2025 stand laut LMBV die Spree in der niederschlagsarmen Zeit im Fokus. Rund 16,7 Millionen Kubikmeter wurden dem Fluss gezielt aus dem Wasserspeichersystem Lohsa II zugeführt und mit 7,2 Millionen Kubikmeter aus dem Speicherbecken Bärwalde ergänzt.
Die Bergbaufolgeseen spielen damit eine zunehmend wichtige Rolle für den Wasserhaushalt der Lausitz. Sie dienen nicht nur der Naherholung und dem Tourismus, sondern auch als Wasserspeicher, um die Flüsse bei Trockenheit zu stützen. Angesichts des Klimawandels und des endenden Braunkohlebergbaus gewinnt diese Funktion weiter an Bedeutung. Dazu läuft derzeit eine länderübergreifende Studie zum Wasserhaushalt der Lausitz, die ein Flussgebietsmodell für Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße weiterentwickeln soll.
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