Die Stadt Schwarzheide trauert um ihren ersten Ehrenbürger. Dr. Hans-Hermann Dehmel ist am 30. Oktober gestorben. Er trug von 1990 bis 1995 die Verantwortung für die BASF Schwarzheide GmbH und prägte den Chemiestandort in den Umbruchjahren nach der Wende maßgeblich. Gemeinsam mit seiner Frau Gisela gründete er im Jahr 2000 die Dehmel-Stiftung.
Wegbereiter des Chemiestandorts
Als Dehmel 1990 die Verantwortung für das Werk in Schwarzheide übernahm, war die Zukunft des Standorts offen. Nach Darstellung der Stadt formte er mit großem Einsatz und Mut aus dem unsicheren Neuanfang einen zukunftsfähigen Chemiestandort. An dem, was Schwarzheide heute sei, habe er einen unschätzbaren Anteil, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Am 26. April 2002 verlieh Schwarzheide ihm als erstem Menschen die Ehrenbürgerschaft, als Dank für dieses Lebenswerk.
Engagement über die Werkstore hinaus
Die Lausitz sei Dehmel stets eine Herzensangelegenheit gewesen, schreibt die Stadt. Das zeigte sich vor allem in der Dehmel-Stiftung, die er im Jahr 2000 mit seiner Frau Gisela ins Leben rief. Die Stiftung fördert herausragende Jugendliche, Kunst und Kultur sowie Menschen, die besondere Unterstützung brauchen. Über sie werde sein Geist der Hilfsbereitschaft in der Region weiterleben.
Die Stadt Schwarzheide nennt Dehmel einen wahren Freund und weitsichtigen Wegbereiter. Sie verneige sich in stiller Trauer vor ihrem Ehrenbürger und werde sein Andenken in dankbarer Erinnerung bewahren.
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