Das Staatstheater Cottbus holt Robin Hood auf die Bühne: Am Samstag, 7. November, hat das Familienstück zur Weihnachtszeit um 17 Uhr im Großen Haus Premiere. Die Fassung von Angela Obst mit Songtexten von Josef Parzefall richtet sich an alle ab sechs Jahren. Entstanden ist die Inszenierung 2025 am Theater Magdeburg, für Cottbus hat Regisseurin Paulina Neukampf sie gemeinsam mit dem hiesigen Schauspielensemble neu erarbeitet.
Widerstand in den Wäldern von Sherwood
In der Grafschaft Nottingham ist niemand sicher. König John zählt sein Gold, während die Steuern für die Ärmsten Tag für Tag steigen. In den Wäldern von Sherwood formiert sich deshalb eine Bande, die dem König und seinen Handlangern die Stirn bietet. Ihr Anführer ist Robin Hood, der Rächer der Enterbten und Beschützer von Witwen und Waisen. An seiner Seite kämpfen Little John, Bruder Tuck, Scarlett Will und Lady Marian, in dieser Fassung die furchtlose Tochter des Königs, für ein gerechteres Nottingham, mit Mut, Witz und Pfeil und Bogen.
Die Cottbuser Inszenierung übernimmt Form, Bühne und Grundidee aus Magdeburg. Das Ensemble bringt nach Angaben des Theaters aber eigene Körperlichkeit, eigenes Timing und eigene Fragen an die Rollen ein. Auf der Bühne stehen Torben Appel und Johannes Lange, Gunnar Golkowski, Laura Maria Hänsel, Ariadne Pabst und Susann Thiede, Nathalie Schörken sowie Charlie Schülke.
Sprachwitz und Songs zum Mitsingen
Autorin Angela Obst lässt die Figuren zwischen Slang, Pathos und Popkultur pendeln. Komische Zuspitzungen stehen neben ernsten Momenten, im Mittelpunkt steht die Solidarität der Bande. Die Songtexte von Josef Parzefall hat Bene Becker vertont, die musikalische Leitung liegt bei Hans Petith. Die Musik greift den Wortwitz auf und mündet in gemeinsames Singen mit dem Publikum.
Regisseurin Paulina Neukampf leitete von 2020 bis 2024 das Kinder- und Jugendtheater jott am Theater Paderborn und arbeitet seitdem als freie Regisseurin, unter anderem am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Schauspielhaus Bochum. An dem Stoff interessieren sie die Fragen, die noch nicht abschließend beantwortet sind: Was ist gerecht? Wem gehört was? Und wie viel Mut braucht Veränderung?
Wunschbaum und Autogrammstunde nach der Vorstellung
Nach dem Applaus kann das Publikum selbst zu Robin Hood werden. Bei der Aktion „Ein Baum stärkt den anderen“ schreiben Zuschauerinnen und Zuschauer auf, was sie mit Robin Hoods Beute anfangen würden, und hängen ihre Nachricht an einen Baum. Nach allen Familienvorstellungen gibt es außerdem eine Autogrammstunde mit dem Ensemble im Kuppelfoyer.
Karten für die Premiere und die weiteren Vorstellungen gibt es im Besucherservice im Großen Haus am Schillerplatz 1, telefonisch unter 0355 7824 242 und online unter staatstheater-cottbus.de.
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