Im Krankenhaus Lauchhammer operiert Chefarzt Dr. Ahmad Oyais Hernien wo möglich über nur zwei kleine Zugänge statt der üblichen drei oder vier. Mehr als 900 Patienten hat er so in elf Jahren behandelt. Anlass für den Hinweis ist der bundesweite Tag der Hernie am 3. November.
Unbehandelte Hernien können zum Notfall werden
Ob an der Leiste, am Nabel oder an einer Narbe: Ein Bruch in der Bauchwand kann starke Schmerzen verursachen. In Deutschland werden nach Angaben der Sana Kliniken Niederlausitz jedes Jahr etwa 350.000 Hernien operiert. Ursachen können zu schweres Heben, chronischer Husten oder Übergewicht sein. „Obwohl auch schon Kinder Hernien haben können, nimmt das Risiko mit steigendem Alter zu, wenn das Bindegewebe schwächer wird“, sagt Oyais, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Unbehandelt kann es gefährlich werden. „Denn in der Bruchpforte können andere Organe wie Darmschlingen eingeklemmt und abgeschnürt werden“, erklärt der Chirurg. Dann drohen schwere Entzündungen oder ein Darmverschluss.
Zwei Zugänge statt drei oder vier im Krankenhaus Lauchhammer
In der Hernienchirurgie haben sich minimalinvasive Verfahren durchgesetzt, bei denen Kamera und Instrumente über kleine Schnitte eingeführt werden. Bei Leistenbrüchen gibt es zwei gängige Methoden, TAPP und TEP. Viele Kliniken legen sich auf eine fest, im Krankenhaus Lauchhammer werden nach Angaben des Chefarztes beide angewandt, je nach Befund.
Bei den meisten Hernien setzt Oyais auf die Doppel-Port-Methode mit nur zwei Zugängen. „Die Patienten haben weniger Schmerzen und das Risiko für Komplikationen ist geringer“, sagt er. Außerdem blieben nur zwei kleine Narben. Seit 2024 trägt die Klinik das Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ der Deutschen Herniengesellschaft.
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Viele Eingriffe sind heute ambulant möglich, Patienten können oft am selben Tag nach Hause. Die Klinik arbeitet dabei nach dem ERAS-Konzept für eine schnelle Genesung, über das Oyais kürzlich auch in Senftenberg informiert hat. Dazu gehören eine gründliche Aufklärung vor der OP, gewebeschonende Verfahren und eine frühe Mobilisierung. Sein Rat: „Wichtig ist, den Eingeweidebruch ärztlich abklären zu lassen, damit die kleine Lücke nicht zu einem großen Notfall wird.“
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Red. / Presseinformation










