Das Lausitzer Seenland ist offiziell als barrierefreie Reiseregion nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ zertifiziert. Wie der Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. mitteilte, wurde die bereits im März 2026 erhaltene Auszeichnung nun bei einem Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode gemeinsam mit zahlreichen Partnern gewürdigt. Rund 50 Vertreter aus Tourismus, Politik und Wirtschaft kamen dazu zusammen, um sich über die weitere Entwicklung des barrierefreien Tourismus in der Region auszutauschen. Im Mittelpunkt standen zudem zertifizierte Betriebe und Angebote, die Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Sachsen sowie fachliche Impulse und Praxisbeispiele. Im Rahmen der Veranstaltung wurden außerdem Urkunden an zertifizierte Betriebe und Angebote übergeben.
Zertifizierung des Lausitzer Seenlandes gemeinsam gewürdigt
Mit dem Netzwerktreffen würdigte der Tourismusverband gemeinsam mit den beteiligten Partnern und zertifizierten Betrieben die bereits im März erhaltene Auszeichnung. Nach Angaben des Verbandes sollte die Veranstaltung zugleich Gelegenheit bieten, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam auf die weitere Entwicklung zu schauen.
Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V., bezeichnete Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal und wichtigen Baustein für den Tourismus. Die Zertifizierung sei ein wichtiger Meilenstein. Besonders hob sie hervor, dass sich zahlreiche Partner aus der Region beteiligt hätten. Nun gehe es darum, Barrierefreiheit dauerhaft in der touristischen Entwicklung des Lausitzer Seenlandes zu verankern.
Nach Angaben des Tourismusverbandes haben in den vergangenen Jahren zahlreiche touristische Anbieter ihre Angebote im Rahmen von „Reisen für Alle“ prüfen und zertifizieren lassen. Dazu zählen unter anderem Hotels, Campingplätze, Ferienwohnungen, Gastronomiebetriebe und Freizeiteinrichtungen. Hinzu kommen barrierefrei geprüfte Wege und weitere touristische Angebote.
Brandenburg und Sachsen arbeiten bei Barrierefreiheit zusammen
Im Mittelpunkt des Treffens standen außerdem fachliche Impulse, Praxisbeispiele und persönliche Gespräche. Olaf Schlieper von der Deutschen Zentrale für Tourismus beteiligte sich mit einem vorab aufgezeichneten Grußwort. Einen fachlichen Impuls zum barrierefreien Reisen gab Susanne Traut von der Bayern Tourist GmbH, die nach Angaben des Verbandes als zentrale Koordinierungs-, Prüf- und Servicestelle von „Reisen für Alle“ tätig ist.
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Auch die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH und die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH waren vertreten. Veronika Hiebl und Christian Woronka betonten laut Pressemitteilung die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. Für das Lausitzer Seenland spielt diese nach Angaben des Verbandes eine besondere Rolle, da sich die Reiseregion über Brandenburg und Sachsen erstreckt.
Hiebl verwies darauf, dass die Auszeichnung zeige, was durch die Zusammenarbeit von Tourismusorganisationen, Kommunen, Leistungsträgern und Politik erreicht werden könne. Woronka hob ebenfalls das länderübergreifende Netzwerk hervor und verwies auf die weitere Zusammenarbeit zwischen den Tourismusorganisationen aus Brandenburg und Sachsen.
Zertifizierte Betriebe erhalten Urkunden in Knappenrode
Ein Programmpunkt des Treffens war die Vorstellung der zertifizierten Betriebe und Angebote. Zudem wurden die entsprechenden Urkunden feierlich übergeben. Damit würdigten die Veranstalter nach Angaben des Tourismusverbandes das Engagement der beteiligten touristischen Akteure. Therés Wurzler, Projektkoordinatorin des Netzwerks Barrierefrei im Lausitzer Seenland, bezeichnete die Zertifizierung dabei nicht als Endpunkt. Sie betonte, dass touristische Anbieter, Verbände, Kommunen und weitere Partner zusammenarbeiten müssten, damit aus geprüften Einzelangeboten verlässliche Reiseerlebnisse für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen entstehen können. Das barrierefreie Lausitzer Seenland soll deshalb auch künftig über das gemeinsame Netzwerk weiterentwickelt werden. Der Tourismusverband hebt in seiner Mitteilung insbesondere die Vernetzung der verschiedenen Akteure sowie die Zusammenarbeit zwischen den beiden Bundesländern hervor.
Teilnehmende erleben Barrierefreiheit auch praktisch
Neben den Gesprächsrunden und Vorträgen konnten sich die Teilnehmenden dem Thema auch praktisch nähern. Eine Ausstellung der Lausitzer Werkstätten gGmbH sowie ein mobiler Escape Room des Lausitzer Perspektiven e.V. sollten unterschiedliche Perspektiven auf Barrieren und Teilhabe vermitteln. Zum Abschluss bestand die Möglichkeit, an einer kostenfreien Führung durch die Energiefabrik Knappenrode teilzunehmen und den Austausch fortzusetzen. Mit rund 50 Teilnehmenden zählt das Treffen nach Angaben des Tourismusverbandes zu den bislang größten Zusammenkünften touristischer Anbieter und Netzwerkpartner zum Thema Barrierefreiheit im Lausitzer Seenland.
Hinter dem Netzwerk steht ein dreijähriges Förderprojekt. Das Projekt „Netzwerk Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ wird laut Pressemitteilung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten gefördert. Seit 2024 verfolgt es das Ziel, den barrierefreien Tourismus in der länderübergreifenden Urlaubsregion zu fördern und auszubauen.
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Red. / Presseinformation
Bild: pics_by_fenja




