Der SV Eintracht Koßwig hat seit 2019 keinen Fußball mehr gespielt. Jetzt fliegen dort Pfeile: Neun Spieler haben den ruhenden Verein übernommen, das Vereinsheim hergerichtet und sind gleich in der ersten Saison in die 2. Liga aufgestiegen.
Vom Fußballverein zum Dartbunker
Angefangen hat es woanders. Die Truppe spielte eine Saison für Lok Calau und war mit der Location unzufrieden. „Wir haben eine neue Location gesucht und sind auf Unverständnis im alten Verein gestoßen“, schreibt der Verein auf Anfrage unserer Redaktion.
Der Einfall mit Koßwig kam, weil ein Großteil der Spieler dort früher Fußball gespielt hatte. Der Verein ruhte seit 2019, weil sich keine neuen Spieler mehr fanden. Die Gespräche mit dem Vorstand liefen gut, die Übernahme kam zustande, ein neuer Vorstand wurde gebildet: Heiko Konzack als Erster Vorsitzender, Ron Chowanietz als Zweiter, Philipp Fliegel als Kassenwart.
Den Namen erklärt der Verein so: Das Gebäude liege halb im Wald und sehe ein wenig nach Bunker aus.

Erst gestrichen, dann aufgestiegen
Nach der Übernahme begannen die Arbeiten am Gebäude. „Es ist uns, denke ich, ganz gut gelungen“, heißt es dazu knapp. Aktuell hat der Verein neun aktive Mitglieder – das ist zugleich die komplette Mannschaft.
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Sportlich lief es auf Anhieb: Das Ziel war der Aufstieg, geschafft wurde er als Erster der Liga. „Wir sind überglücklich“, schreibt der Verein.
Beim Vereinsheim wartet man auf die Stadt
Ein Punkt hängt noch. Für das Vereinsheim braucht der Verein einen neuen Mietvertrag mit der Stadt. Die Unterlagen sind eingereicht, der zuständige Mitarbeiter ist nach Vereinsangaben ab der 39. Kalenderwoche zurück. Erst danach können die weiteren Umbauarbeiten laufen.
Wer mitspielen will, kommt dienstags oder donnerstags
Trainiert wird dienstags und donnerstags ab 18 Uhr. Wer vorbeikommen möchte, meldet sich am besten vorher über Facebook oder Instagram, dort ist der Verein als Dartbunker Koßwig zu finden.
Eine Altersgrenze nach unten gibt es nicht. Praktisch wird es für Jüngere trotzdem schwierig: An Auswärtsspielen darf man erst ab 16 Jahren teilnehmen, und die Spieltage liegen freitags am Abend. Für den Nachwuchs gibt es in diesem Jahr eine eigene Jugendliga.
Was man können muss? Für die 2. Liga brauche es derzeit einen Average von 60 bis 70, also einen Punkteschnitt pro Aufnahme. „Es kann jeder gegen jeden spielen, ob jung oder alt, ob Frau oder Mann“, schreibt der Verein. Entscheidend sei die Konzentration – und wie lange man sie halte.
Jugendarbeit und eigene Turniere
Vorgenommen hat sich der Verein einiges. Sobald die Sache mit der Stadt geklärt ist, will man aktiver an die Öffentlichkeit gehen. Jugendarbeit sei ein wichtiges Thema, „um unsere kleine Umgebung auch wieder ein wenig Schwung zu verleihen“. Später sollen eigene Turniere dazukommen, offen für jeden.
Die Liga startet am 11. September. Für den Dartbunker beginnt sie mit einem Auswärtsspiel in Cottbus, Anwurf gegen 19 Uhr.
Fotos: Dartbunker Koßwig
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Red. / Presseinformation







