In der Alten Segeltuchfabrik Cottbus eröffnet am 11. September die Ausstellung „Zwischen Zeiten – Architektur und Alltag in der Lausitz“. Das Projekt von FarbFluss e. V. in Kooperation mit der Kunsthalle Lausitz und dem Fotografen Martin Maleschka bringt rund 500 Aufnahmen von Erich Schutt und Maleschka selbst zusammen. Die Aufnahmen zeigen unterschiedliche Phasen der Lausitzer Geschichte und Gegenwart, von Alltag und Architektur bis zu Kraftwerken, Tagebauen und weiteren Orten des Strukturwandels. Die Ausstellung läuft bis zum 9. November und wird von Lesungen, Diskussionen, Workshops, einem Filmabend und weiteren Formaten begleitet. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
500 Fotos zeigen Lausitzer Alltag und Architektur im Wandel
Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Erich Schutt (1931–2023) und Martin Maleschka, Jahrgang 1982. Schutt dokumentierte seit den 1950er-Jahren als Fotoreporter der Lausitzer Rundschau über Jahrzehnte das Leben in der Region. Seine Fotografien zeigen unter anderem Arbeitswelten, Architektur und gesellschaftliche Entwicklungen zu DDR-Zeiten, aber auch sorbisch-wendisches Leben, den Spreewald und die Cottbuser Stadtpromenade. Martin Maleschka beschäftigt sich dagegen mit heutigen Orten der Lausitz und dem laufenden Strukturwandel. Für die Ausstellung fotografierte er unter anderem in den Kraftwerken Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe. Weitere Motive stammen aus Tagebauen und aus dem Chemiefaserwerk Guben. Kuratiert wird die Ausstellung von Martin Maleschka und Heiko Straehler-Pohl. Mit Erlaubnis von Anneliese Schutt sichtete Maleschka dafür den umfangreichen fotografischen Nachlass von Erich Schutt. Aus Tausenden analogen Aufnahmen werden Arbeiten ausgewählt und aktuellen Fotografien gegenübergestellt.
Bildergalerie
Rahmenprogramm mit Diskussionen, Workshops und Lesungen
Ein Rahmenprogramm mit Diskussionsrunden, Lesungen, einem Filmabend und Workshops begleitet die Laufzeit und lädt dazu ein, die Bilder weiterzudenken. Zur Ausstellung erscheint ein 144-seitiger Katalog in deutscher und niedersorbischer Sprache. Sieben Audiostationen, ebenfalls zweisprachig, lassen Menschen aus der Region selbst zu Wort kommen – über Erinnerungen, Orte und Veränderungen in der Lausitz.
Wanderausstellung geplant
Nach dem Auftakt in Cottbus soll „Zwischen Zeiten“ als Wanderausstellung an weiteren Orten gezeigt werden. Demzufolge sind unter anderem Präsentationen im Rathaus Senftenberg, in Filialen der Volksbank Spree-Neiße, im Gemeindezentrum Lieske, im Schloss Lübben und im Schloss Hoyerswerda vorgesehen beziehungsweise in Planung. Die Cottbuser Ausstellung ist in der Alten Segeltuchfabrik in der Wilhelm-Külz-Straße 15 zu sehen. Dort stehen mehr als 650 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Zur Eröffnung am 11. September um 19 Uhr sprechen Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei Brandenburg, Dr. Sebastian Herke, Geschäftsführer der GWC, sowie Thomas Klatt. Für die musikalische Begleitung sorgt das Duo LeDazzo. „Zwischen Zeiten“ ist ein Projekt von FarbFluss e. V. in Kooperation mit der Kunsthalle Lausitz und Martin Maleschka. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Projektfonds Kulturplan Lausitz mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.
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Red. / Presseinformation





























