Ein Maschinenbauer der BTU gründet ein Unternehmen, das Maschinen sprechen lässt: Jannis Werner baut digitale Zwillinge, die Handbuchwissen direkt am 3D-Modell verfügbar machen. Der Bund fördert ihn mit dem exist-Stipendium.
Vom Abschluss zur Gründung
Jannis Werner hat sein Maschinenbau-Studium an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg im März 2026 abgeschlossen. Mit seinem Startup Machinespace wird er nun vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie über das exist-Gründungsstipendium gefördert.
Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner und langjährigen Freund Björn Hansen stellt er Maschinenherstellern digitale Zwillinge zur Verfügung. Das technische Wissen wird dabei nicht in Handbüchern abgelegt, sondern direkt am 3D-Modell der Maschine gebündelt und über KI-gestützte Maschinenagenten abrufbar gemacht.
Service rund um die Uhr, in der Sprache des Kunden
Darauf aufbauend sollen Vertrieb und Service über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine automatisiert werden – rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche und in der Landessprache der Endkunden. Genutzt werden kann das mit jedem Endgerät, vom Rechner über das Smartphone bis direkt an der Maschine.
„Heutzutage genügt es für Maschinenhersteller nicht mehr, nur die Maschine zu verkaufen“, sagt Jannis Werner. „Digitale Geschäftsmodelle ermöglichen neuen Ertrag für den Hersteller, während gleichzeitig die Kosten für den Betreiber reduziert werden – ein Kriterium, das oftmals über Kauf oder Nichtkauf einer Maschine entscheidet.“
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Hilfreich ist für die Gründer die Regulierung: Die neue EU-Maschinenverordnung und die überarbeitete Norm ISO 9001 rücken das Thema Wissensmanagement stärker in den Fokus. Wer Maschinen verkauft, muss künftig genauer dokumentieren und bereitstellen, was zu ihrem Betrieb gehört.
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Red. / Presseinformation
Foto: BTU, Sascha Thor














