An Brandenburgs Hochschulen sind im Wintersemester 56.483 Studierende eingeschrieben – 3.812 mehr als im Jahr zuvor. Eine der treibenden Kräfte steht in Cottbus: Die BTU hat in zwei Jahren knapp 1.000 Studierende dazugewonnen.

Studierende: Brandenburg wächst gegen den Bundestrend
Die Zahlen stammen aus dem Statistischen Bericht des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zum Wintersemester 2025/26. Danach waren 56.483 Studierende an den Hochschulen des Landes eingeschrieben. Der Zuwachs von 3.812 entspricht rund sieben Prozent.
Bemerkenswert ist die Frauenquote: Sie liegt landesweit bei genau 50 Prozent.
Diese Entwicklung läuft dem Bundestrend entgegen. Während die Studierendenzahlen bundesweit stagnieren, verzeichneten Brandenburgs Universitäten bei den Studienanfängern ein Plus von neun Prozent.
Die BTU legt am stärksten zu
Für unsere Region ist vor allem eine Zahl interessant: Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg hat in den vergangenen zwei Jahren knapp 1.000 Studierende hinzugewonnen – ein Plus von über 14 Prozent. Damit zählt die BTU nach eigenen Angaben rund 7.500 Studierende.
Das ist kein neuer Effekt, sondern ein anhaltender: Schon Ende 2024 meldete die BTU steigende Zahlen. Der Trend hat sich seitdem fortgesetzt.
Zwei Zahlen, die sich unterscheiden
Interessant wird der Vergleich beim Frauenanteil. Landesweit liegt er bei 50 Prozent – an der BTU nach Universitätsangaben bei 42 Prozent. Das ist für eine technische Universität kein ungewöhnlicher Wert, zeigt aber, wo der Unterschied zwischen einer technisch geprägten und einer breit aufgestellten Hochschullandschaft liegt.
Ein zweiter Wert fällt an der BTU auf: Rund 45 Prozent der Studierenden kommen aus dem Ausland, aus etwa 130 Ländern. Für Cottbus als Standort ist das eine Größenordnung, die weit über den Campus hinausreicht – bei Wohnungsmarkt, Nahverkehr und Stadtleben.
Auch Senftenberg ist im Spiel
Am Standort Senftenberg ist inzwischen ein neuer Lehramtsstudiengang angelaufen. In den ersten drei Kohorten sind dort 281 Studierende eingeschrieben – ein Beitrag gegen den Lehrkräftemangel, der die Schulen der Region betrifft.
Wissenschaftsministerin Manja Schüle wertet die Entwicklung als Beleg für attraktive Studienangebote: Während die Zahl der Studierenden bundesweit stagniere, sei sie in Brandenburg gestiegen.
Datenquelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, BTU Cottbus-Senftenberg
Titelbild: © BTU, Ralf Schuster
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