Am BER sind im ersten Halbjahr 11,9 Millionen Fluggäste abgefertigt worden – 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Deutlicher fällt der Rückgang bei den Flugbewegungen aus. Und der Abstand zum Rekordjahr 2019 bleibt gewaltig.

BER: Weniger Starts und Landungen als im Vorjahr
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Danach wurden von April bis Juni 6,8 Millionen Fluggäste befördert, 1,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Bei den Starts und Landungen fiel der Rückgang mit 2,9 Prozent stärker aus: 47.372 Flugbewegungen zählte die Statistik im zweiten Quartal. Fracht und Post kamen auf 12.148 Tonnen – ein Minus von 2,2 Prozent.
Im Halbjahr fehlen 4,2 Prozent der Flugbewegungen
Über das gesamte erste Halbjahr gerechnet starteten und landeten 84.762 Flugzeuge am BER, 4,2 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Die Passagierzahl sank um 1,2 Prozent auf 11,9 Millionen, Fracht und Post gingen um 6,0 Prozent auf 22.386 Tonnen zurück.
Bemerkenswert ist das Verhältnis: Die Zahl der Flüge sinkt schneller als die Zahl der Passagiere. Die Maschinen sind also im Schnitt voller unterwegs.
Der Abstand zu 2019 bleibt groß
Deutlich wird das Bild erst im längeren Vergleich. Im Rekordjahr 2019 wurden im ersten Halbjahr mehr als 17,4 Millionen Fluggäste gezählt – das sind rund 5,5 Millionen mehr als heute.
Bei den Flugbewegungen ist der Abstand noch größer: Im ersten Quartal 2019 gab es 65.993 Starts und Landungen, 2026 waren es 37.390. Im zweiten Quartal standen 73.200 Bewegungen von 2019 nun 47.372 gegenüber. Das entspricht Rückgängen von 43 beziehungsweise 35 Prozent.
Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 zählte der BER rund 26 Millionen Fluggäste. Eine Ausnahme bildet die Fracht, die im Frühjahr noch um 17 Prozent zugelegt hatte – dieser Trend hat sich im ersten Halbjahr nicht fortgesetzt.
Warum das für die Region zählt
Der Flughafen liegt auf Schönefelder Gebiet im Landkreis Dahme-Spreewald – also in unserem Verbreitungsgebiet. Für die Anwohnerinnen und Anwohner in Schönefeld, Königs Wusterhausen und den umliegenden Gemeinden bedeuten weniger Flugbewegungen zunächst schlicht: weniger Fluglärm.
Zugleich ist der BER einer der größten Arbeitgeber der Region. Ein anhaltender Rückgang der Flüge berührt damit nicht nur die Lärmbilanz, sondern auch Arbeitsplätze und die Gewerbesteuer der Standortgemeinden.
Was den Betrieb daneben beschäftigt, sind Störungen aus der Luft: Bei den gemeldeten Drohnensichtungen liegt die Region bundesweit vorn.
Grafik: NIEDERLAUSITZ aktuell, Datenquelle Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Weitere aktuelle Meldungen aus der Region
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation








