Der Tourismus im Lausitzer Seenland hat sich im Jahr 2025 trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weitgehend stabil entwickelt. Nach Angaben des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V. lagen Gästezahlen und Übernachtungen nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Während einzelne Orte deutliche Zuwächse verzeichneten, gab es vor allem wetterbedingt auch Rückgänge. Insgesamt zeigt sich die Branche laut Verband robust, steht aber weiterhin vor Herausforderungen.
Tourismus Lausitzer Seenland 2025 bleibt stabil
Der Tourismus im Lausitzer Seenland hat sich im Jahr 2025 laut Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V. trotz schwieriger Rahmenbedingungen weitgehend stabil entwickelt. Insgesamt wurden in Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten 268.987 Gästeankünfte registriert. Das entspricht einem leichten Rückgang von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen lag bei 799.966 und damit um 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug im vergangenen Jahr 3,0 Tage. Die vorhandenen Kapazitäten blieben nahezu unverändert. Im Juli standen in 134 Beherbergungsbetrieben insgesamt 5.605 Gästebetten zur Verfügung. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 28,2 Prozent.
Regionale Unterschiede bei Übernachtungszahlen
Innerhalb des Lausitzer Seenlandes entwickelten sich die Übernachtungszahlen regional unterschiedlich. Im sächsischen Teil konnten mehrere Gemeinden deutliche Zuwächse erzielen. So verzeichnete die Gemeinde Boxberg/O.L. am Bärwalder See ein Plus von 5,4 Prozent. In Groß Düben am Halbendorfer See stiegen die Übernachtungen um 20,9 Prozent. Besonders stark fiel der Anstieg in der Gemeinde Lohsa aus, wo die Zahlen am Dreiweiberner See und Silbersee um 34,7 Prozent zunahmen.
Auch im brandenburgischen Teil gab es positive Entwicklungen. Nach Angaben des Verbandes steigerten das Amt Altdöbern mit 54,7 Prozent, die Stadt Guben mit 35,3 Prozent sowie die Stadt Spremberg mit 11,3 Prozent ihre Übernachtungszahlen deutlich.
Auslandsmärkte entwickeln sich unterschiedlich
Ein gemischtes Bild zeigt sich bei den internationalen Gästen. Der Markt Tschechien entwickelte sich im Jahr 2025 positiv. Die Zahl der Ankünfte stieg auf 6.806, was einem Zuwachs von 1,6 Prozent entspricht. Die Übernachtungen legten sogar um 16,1 Prozent auf 23.063 zu.
Rückläufig war hingegen die Entwicklung bei Gästen aus Polen. Die Ankünfte gingen um 10,6 Prozent auf 1.914 zurück. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Übernachtungen aus, die um 42,4 Prozent auf 4.399 sanken.
Branche steht vor Herausforderungen und Chancen
Die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, Kathrin Winkler, ordnet die Entwicklung ein. Demnach zeige die Bilanz, dass Reisen für viele Menschen weiterhin einen hohen Stellenwert habe und sich die Branche insgesamt widerstandsfähig präsentiere.
Gleichzeitig verweist sie auf bestehende Herausforderungen. Steigende Energie- und Rohstoffpreise, Inflation sowie Fachkräftemangel würden die Anbieter belasten. Zudem wirke sich eine geringere Kaufkraft der Gäste insbesondere auf die Gastronomie aus. Auch witterungsbedingte Einflüsse, wie ein regenreicher Juli, hätten sich laut Verband auf die Zahlen ausgewirkt.
Für die kommenden Jahre sieht der Verband dennoch Entwicklungspotenzial. Mit der Freigabe des Seenverbundes Ende Juni sollen sich neue Chancen für die touristische Entwicklung ergeben. Für das Jahr 2026 liegt der Fokus laut Verband darauf, die Nebensaison zu stärken und die Potenziale in den internationalen Märkten, insbesondere in Polen und Tschechien, besser auszuschöpfen.
Die vorliegenden Zahlen basieren auf Angaben der statistischen Landesämter Berlin-Brandenburg und Sachsen und beziehen sich ausschließlich auf gewerbliche Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten in den Mitgliedskommunen des Verbandes.
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