Derzeit ist an den Wehranlagen der Spree, z.B. in Lübben, und der Dahmegewässer, z.B. Schleuse Königs Wusterhausen, wieder vermehrt Schaumbildung zu beobachten. Diese Schaumbildungen treten immer wieder mal schwächer mal stärker im Frühjahr und besonders im Herbst auf. Die Schaumbildung wird in der Regel jedoch nicht durch Einleiten von Waschmitteln oder Tensiden verursacht. Wenn Algen nach ihrer Vegetationsperiode absterben (oft schon nach wenigen Tagen), gehen natürlicherweise eiweißhaltige Stoffe in Lösung und können dann schäumen. Man kann sich das so vorstellen, dass die Algen und ihre Eiweißstoffe durch den Absturz an den Überfällen der Wehranlagen zerschlagen werden und dabei Schaum entsteht, ähnlich wie Eischnee beim Schlagen von Eiklar.
Der Schaum ist klebrig und riecht unangenehm, ist jedoch ungiftig. Der Geruch kann faulig sein, es wurde auch von Schwefelgeruch berichtet. Diese Algen sind nicht etwa die im Sommer auftretenden Blau- und Grünalgen, welche sich bei hohem Nährstoffangebot, insbesondere während der Schönwetterperioden im Hochsommer, massenhaft entwickeln können. Meist sind es Kieselalgen. Kieselalgenblüten entstehen im Frühjahr und im Herbst, wenn genügend Silikat im Wasser verfügbar ist. Der deutliche Wetterumschwung der letzten Tage hat das Freisetzen der Eiweißstoffe wahrscheinlich verstärkt. Die derzeit beobachtbare Schaumbildung sollte also in einigen Tagen wieder nachlassen.
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Quelle: Landkreis Dahme Spreewald
















