Ceva Logistics hat am 17. August den Betrieb in Frankfurt (Oder) aufgenommen. Auf Anfrage unserer Redaktion nennt das Unternehmen erstmals Zahlen: 265 Beschäftigte sind unter Vertrag, bis zum 19. Oktober sollen es 412 sein.
Ceva Logistics startete mit 139 Beschäftigten
Der Betrieb im neuen Logistikzentrum lief am 17. August mit 139 Mitarbeitenden an. Inzwischen stehen nach Unternehmensangaben 215 Beschäftigte in direkten gewerblichen Positionen unter Vertrag, dazu rund 50 in Führung, Verwaltung, Personalwesen, Controlling und Kapazitätsplanung.
Zusammen mit denen, die bereits einen Vertrag haben und in den kommenden Wochen anfangen, kommt das Unternehmen auf 412 Menschen, die bis zum 19. Oktober beginnen. Ursprünglich war von rund 500 Stellen die Rede.

Einstellungen laufen schneller als geplant
„Der Einstellungsprozess verlief sehr erfolgreich“, teilt Christina Schröpfer-Lösch mit, HR Manager Business Partnering bei Ceva. Geworben wurde unter anderem über eine dreisprachige Karriereseite auf Deutsch, Englisch und Polnisch, über die Arbeitsagentur, Jobbörsen und Bewerbertage.
Bemerkenswert ist ein Detail der Antwort: Das Unternehmen hat die Zahl der wöchentlich eingeladenen Bewerber inzwischen wieder reduziert. Man liege „mit unserem Zeitplan weit voraus“ und verfüge „noch nicht über das nötige Arbeitsvolumen“, um alle einzustellen. Eingestellt wird also weiterhin – aber im Takt der eingehenden Aufträge.
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Mit der Vollauslastung der Halle rechnet Ceva zum Jahresende.
Warum Frankfurt (Oder) – und wohin geliefert wird
Auf die Frage, ob von Frankfurt aus nur Deutschland oder auch Polen und Osteuropa bedient werden, antwortet das Unternehmen ohne Festlegung: Die Immobilie liege „für den internationalen Warenverkehr strategisch günstig zwischen Berlin und Polen“ und habe eine gute Autobahnanbindung. Damit könne man „sehr effizient verschiedene Regionen bedienen, abhängig von den jeweiligen Anforderungen und Aufträgen“.
Man habe sich für den Standort entschieden, weil man sich dort langfristig engagieren wolle.
Ein Standort, zwei Namen
Ceva arbeitet in Frankfurt (Oder) nicht auf eigene Rechnung. Auf Anfrage unserer Redaktion hatte Amazon Mitte August bestätigt, dass Ceva Logistics dort als Dienstleister für den Konzern tätig ist. Es handelt sich also nicht um zwei Ansiedlungen, sondern um eine: Amazon betreibt die Halle nicht selbst, sondern lässt sie betreiben.
Zur Einordnung nennt der Konzern eigene Zahlen: In Deutschland betreibt Amazon 23 große Logistikzentren, neun Sortierzentren und mehr als 70 Verteilzentren. Frankfurt (Oder) gehört nicht dazu. Mit den neuen Verteilzentren in Cottbus und Dahlewitz besteht nach Angaben des Unternehmens ebenfalls kein Zusammenhang.
Unabhängig davon verändert sich die Stadt an der Grenze binnen kurzer Zeit zu einem Knoten für den Warenverkehr Richtung Polen.
Für den Arbeitsmarkt in Frankfurt und im Landkreis Oder-Spree bedeutet das mehrere hundert neue Stellen in einem Jahr – überwiegend im gewerblichen Bereich.
Korrekturhinweis: In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand, mit Amazon habe sich ein zweiter großer Logistikansiedler in Frankfurt (Oder) angesiedelt. Das war falsch. Ceva betreibt die Halle im Auftrag von Amazon – es handelt sich um einen Standort, nicht um zwei. Wir haben die Passage am 25. August 2026 korrigiert und danken für den Hinweis.
Foto: Alisa Hecker / Ceva Logistics
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Red. / Presseinformation







