29 Filme, drei Wettbewerbe und rund 52.000 Euro Preisgeld: Das 36. FilmFestival Cottbus (FFC) hat sein Wettbewerbsprogramm für die Festivalwoche vom 3. bis 8. November vorgestellt. Im Hauptwettbewerb läuft neben dem neuen Film von Berlinale-Gewinner Radu Jude auch ein vollständig KI-generierter Langfilm. Erstmals gibt es außerdem den Wettbewerb GenNext für junge Regisseurinnen und Regisseure, über den eine Schülerjury aus drei Ländern entscheidet.
Spielfilm: Radu Jude, schwarzer Humor und ein KI-Experiment
Zehn Filme aus 14 (Ko-)Produktionsländern konkurrieren im Wettbewerb Spielfilm. Mit der Gesellschaftssatire A DIARY OF A CHAMBERMAID ist der Rumäne Radu Jude dabei: Eine rumänische Haushälterin arbeitet darin für eine wohlhabende französische Familie, deren fortschrittliche Überzeugungen wenig mit ihrem eigenen Alltag zu tun haben. Ähnlich schwarzhumorig ist BLACK TRUMPET von Bojan Stijović aus Montenegro. Ein erfolgreicher Schriftsteller wird in seinem Heimatdorf als Held gefeiert, obwohl er kurz zuvor einen Mann überfahren hat. In KIRA’S DREAM erzählt der Ukrainer Denys Kolesnikov von zwei Schwestern, deren Lebensentwürfe auseinanderdriften, als die eine heimlich ihre Ausreise nach Australien plant.
Für Diskussionen dürfte A WOMAN ASLEEP von Vikki Bardot (Türkei) sorgen. Der vollständig mit künstlicher Intelligenz erzeugte Film handelt von einer Frau, die sich in einer Welt aus Likes und endlosem Scrollen vom echten Leben entfernt, erzählt mit KI-Bildern und einem Stimmklon der Regisseurin. Nach Angaben des Festivals ist es das erste Mal, dass ein komplett KI-generierter Langfilm im Hauptwettbewerb eines international etablierten Filmfestivals antritt.
Über die Preise für den besten Film, die beste Regie und die beste darstellerische Einzelleistung entscheidet die Internationale Jury. Ihr gehören an: Schauspielerin Claudia Geisler-Bading, Regisseur Maciej Sobieszczański (Polen), ZDF/ARTE-Redakteurin Urte Fink, Regisseur Igor Šeregi (Kroatien) und Yaron Shamir, Künstlerischer Leiter des Haifa International Film Festival.
Neu: GenNext mit Schülerjury
Der neue Wettbewerb GenNext zeigt sechs Filme junger Regisseurinnen und Regisseure über das Leben Jugendlicher und junger Erwachsener. In DREI KAMERADINNEN von Milena Aboyan gerät die Freundschaft dreier junger Frauen ins Wanken, als eine von ihnen nach einem Brandanschlag verhaftet wird. Der Film thematisiert Vorurteile, Ausgrenzung und strukturellen Rassismus. EVERYTHING THAT’S WRONG WITH YOU von Urša Menart begleitet eine junge Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter an die Ostsee reist, um ihre Online-Freundin erstmals zu treffen. LOVER, NOT A FIGHTER, das Spielfilmdebüt von Martina Buchelová, erzählt mit lakonischem Humor vom Sommer eines 20-Jährigen.
Den mit 5.000 Euro dotierten GenNext Award vergibt eine Jury aus sechs Schülerinnen und Schülern aus Cottbus, Zielona Góra und Teplice. Gestiftet wird der Preis von der Stadt Cottbus.
Kurzfilme in der Langen Nacht
13 Produktionen laufen im Wettbewerb Kurzfilm, unter anderem mit Vampirinnen auf dem Rummelplatz und einem Papstbesuch mit Alkoholproblemen. Zu sehen sind sie in zwei Programmblöcken bei der LANGEN NACHT DER KURZEN FILME am Freitag, 6. November. Am Sonntag, 8. November, werden beide Blöcke wiederholt. Die Kurzfilmjury bilden die Schauspieler Jason Giuranna und Lennart Betzgen, die polnische Regisseurin Mara Tamkovich und die rumänische Schauspielerin Ana Dumitrascu.
Insgesamt zeigt das Festival 147 Filme aus 43 Ländern, darunter 12 Weltpremieren. Schwerpunkte sind das lettische Kino, das Filmschaffen Montenegros und eine Retrospektive zum 100. Geburtstag von Andrzej Wajda. ->> Hier entlang. Der Ticketvorverkauf läuft, das Programm steht unter filmfestivalcottbus.de.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
VollzeitSachbearbeiter Arbeitsvorbereitung (m/w/d)Binderholz Oberrot | Baruth GmbH · Baruth/MarkZur Stelle →Alle 417 Stellen in Südbrandenburg →













