Eine telefonische Bombendrohung am BER hat am Donnerstagabend einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Der landseitige Bereich von Terminal 2 in Schönefeld wurde geräumt, Passagiere auf Terminal 1 umgeleitet. Nach Prüfung durch Sprengstoffexperten gab es gegen 2 Uhr Entwarnung. Das teilte die Polizei mit.
Bombendrohung am BER. Terminal 2 geräumt
Auslöser war nach Angaben der Polizei eine telefonische Drohung, die am Donnerstag gegen 21.15 Uhr einging. Ein unbekannter Täter kündigte demnach an, einen zuvor im Terminal 2 versteckten Sprengstoff zu zünden. Die Einsatzkräfte leiteten umgehend Sicherheitsmaßnahmen ein.
Daraufhin räumten und sperrten die Kräfte den landseitigen, also den öffentlich zugänglichen Bereich des Terminals 2. Alle Passagiere lenkten sie im An- und Abflug auf das Terminal 1 um.
Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr
Im Einsatz waren sowohl die Landespolizei als auch die Bundespolizei. Gegen 22.25 Uhr wurde zudem eine Vielzahl von Rettungs- und Feuerwehrkräften aus dem Landkreis Dahme-Spreewald alarmiert.
Alarmiert wurden mehrere Feuerwehren der Region – darunter aus Schönefeld, Schulzendorf, Miersdorf, Zeuthen, Mittenwalde, Telz, Ragow, Brusendorf und Zernsdorf – sowie das Brand- und Katastrophenschutzzentrum Luckau und Kräfte aus dem Bereich Königs Wusterhausen. Hinzu kamen Schnelleinsatzgruppen aus Bestensee und Schulzendorf, Einheiten des Katastrophenschutzes sowie Rettungswagen der Rettungswachen Schönefeld und BER.
Flugverkehr am BER nicht beeinträchtigt
Auf den Flugbetrieb hatte der Einsatz nach Polizeiangaben keine Auswirkungen. Der Flugverkehr sei zu keiner Zeit beeinträchtigt worden und habe planmäßig stattfinden können. Die Ankünfte des späten Abends fertigte der Flughafen am Terminal 1 ab.
Am BER gilt zudem ein Nachtflugverbot. In der Kernzeit zwischen 0 und 5 Uhr sind planmäßige Starts und Landungen ausgeschlossen. Darüber hinaus gibt es nach Angaben des Flughafens deutliche Einschränkungen des Flugverkehrs in den Nachtrandzeiten von 23 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr.
Entwarnung am BER und Ermittlungen zum Täter
Sprengstoffexperten untersuchten anschließend den betroffenen Bereich des Terminals. Da sie nichts Sicherheitsrelevantes feststellten, gab die Polizei den gesperrten Bereich gegen 2 Uhr wieder für alle Passagiere frei. Der Flugbetrieb sollte am Freitagmorgen regulär anlaufen.
Die Polizei hob die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte und des BER-Personals hervor. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zum unbekannten Täter dauern an.
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Red. / Presseinformation





