Langsprinterin Marie Scheppan hat am Samstag bei der U18 EM in Györ (Ungarn) über 400 Meter mit einer Top-Zeit von 52,82 Sekunden die Silbermedaille gewonnen. Schon ihre 53,37 Sekunden von der U18-Gala in Schweinfurt waren beeindruckend, doch was Marie Scheppan (LC Cottbus) im 400m Meter-Finale der U18 EM auf die Bahn brachte, war nochmal eine Extra-Klasse. Hinter der U18 Weltmeisterin aus Tschechien Barbora Malikova (52,66sec) rannte die 17-Jährige zu ihrer ersten Zeit unter 53 Sekunden. Mit 52,82 Sekunden holte sie sich die Silbermedaille. Bronze ging an die unter neutraler Flagge startende Russin Olesya Soldatova (53,09sec).
In dem noch jungen Jahrtausend war noch keine deutsche Jugendliche schneller als die junge Athletin aus Cottbus. Olympia-Teilnehmerin Laura Müller (LC Rehlingen) war 2014 als bisher letzte deutsche Nachwuchs-Athletin eine 52er Zeit (52,91sec) gelaufen, allerdings im zweiten U20 Jahr.
Als Marie Scheppan in die Mixed Zone kam, wusste sie ihre Zeit noch gar nicht und war sichtlich erstaunt. „Ich bin das Rennen taktisch angegangen, die ersten 200 Meter nicht zu schnell gelaufen, so dass ich hinten raus noch angreifen kann“ sagte die neue U18 Vize-Europameisterin, die auch eine starke 800 Meter Läuferin ist.
Die zweite DIV-Finalistin Mona Mayer (MTV 1881 Ingolstadt; 54,85 sec) lief auf Platz sieben. „Ich bin froh, dass ich nicht Letzte geworden bin“, freute sie sich.
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Kuriose Randnotiz: Ihre Mutter Ruth Mayer war einst U20-Vize-Europameisterin mit der 4×400 Meter Staffel- unter ihren Mädchennamen Scheppan. Nach Cottbus gibt es verwandtschaftliche Beziehungen. Gut möglich, dass darunter auch die Familie der frischgebackenen Silbermedaillen-Gewinnerin ist.
Die elf besten Europäer (über 400 Meter) werden an den Youth Olympic Games in Buenos Aires im Oktober Starten.
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pm/red




