Wie sich klimaneutrale Industrie wirtschaftlich trägt, ist Thema der Lausitzer Fachkonferenz am Donnerstag, 12. November, in der Messe Cottbus. Das Cluster Dekarbonisierung der Industrie erwartet Fachleute aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Konferenz wird auch live im Internet übertragen.
Keynote aus dem Bundesumweltministerium zum Auftakt
Die Fachkonferenz steht unter dem Leitthema „Zukunft sichern: Dekarbonisierung als tragfähiges Wirtschaftsmodell“. Im Mittelpunkt steht die Wirtschaftlichkeit von Transformationsprojekten, vor allem in energieintensiven Branchen wie Stahl, Chemie und Zement. Eröffnet wird der Tag um 9.30 Uhr von Madeleine Henning-Waniek, Leiterin der CDI-Koordinierungsstelle im Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI). Danach hält Thomas Kralinski, Abteilungsleiter Nationaler und europäischer Klimaschutz im Bundesumweltministerium, die Keynote. Moderiert wird die Konferenz von Nadine Lindner.
In den Fachvorträgen spricht Silvana Tiedemann, Geschäftsführerin von Neon Neue Energieökonomik, über Strompreise, Netzentgelte und Investitionsbedingungen für eine flexible Industrie. Hannes Kracht von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft erläutert, was eine erfolgreiche Umsetzung in der Praxis bedeutet. Svenja Bielefeld von Siemens Energy berichtet über Risiken und Chancen aus der Entwicklung von Transformationskonzepten. Am Nachmittag stellt Dr. Anna Leipprand vom Wuppertal Institut grüne Leitmärkte als Hebel für die Dekarbonisierung vor.
Kostencheck live mit Feralpi Stahl und Felix Schoeller
Um 14 Uhr präsentieren beim Innovation Pitch Andreas Kamin von INTEC GMK, Marcel Gausmann von re.solution und Dr. Markus Bohlayer von Path to Zero ihre Lösungen. Ab 15.20 Uhr folgt das Format „Kostencheck live“. Dabei werden reale Dekarbonisierungsprojekte anhand von Investitions- und Kostenfaktoren auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft, das Publikum bewertet mit. Vorgestellt werden Projekte von CASEA, Feralpi Stahl und Felix Schoeller. Gegen 16.20 Uhr fasst die Fachkonferenz drei zentrale Faktoren für die Wirtschaftlichkeit zusammen, danach gibt es ein Get-together.
In den Pausen können die Gäste eine Ausstellung mit rund 20 Unternehmen und Einrichtungen besuchen. Dabei sind unter anderem das Energie-Innovationszentrum Cottbus, die Fraunhofer-Einrichtung IEG, das PtX Lab Lausitz und das KEI selbst.
Teilnahme an der Fachkonferenz nur noch digital möglich
Die Teilnahme an der Fachkonferenz ist kostenfrei. Für einen Platz vor Ort in der Messe Cottbus kann man sich nach Angaben des Veranstalters nicht mehr anmelden, die Teilnahme per Live-Stream ist weiterhin möglich. Programm und Anmeldung stehen auf der Internetseite des CDI.
Das Cluster Dekarbonisierung der Industrie ist im KEI in der Cottbuser Karl-Liebknecht-Straße angesiedelt. Das Kompetenzzentrum betreut derzeit auch einen Förderaufruf des Bundes für Forschung zur klimafreundlichen Industrie (wir berichteten).
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