Nach den Gewaltvorfällen an der Regine-Hildebrandt-Grundschule in Cottbus sollen nach den Winterferien konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, die Stadt und Land bereits im Januar vereinbart hatten (wie berichtet). Nach Angaben des Bildungsministeriums, des Innenministeriums, des Staatlichen Schulamtes und der Stadt Cottbus ist vorgesehen, die Schule personell zu stärken, unter anderem durch eine erweiterte Schulleitung und die geplante Umsetzung des Projekts „Ein Quadratkilometer Bildung“. Zudem soll nach den Winterferien eine erste Lerngruppe außerhalb des Schulstandortes für Kinder mit besonders herausforderndem und auffälligem Verhalten starten, zunächst für sechs Kinder der Jahrgangsstufe 6, eine weitere Lerngruppe für die Jahrgangsstufe 4 ist in Vorbereitung. Darüber hinaus sollen zwei besonders auffällig gewordene Kinder vorübergehend aus dem Schulbetrieb genommen und im Rahmen einer schulersetzenden Maßnahme tagsüber unterrichtet und betreut werden. Laut Stadt ist diese Maßnahme zunächst auf sechs Monate angelegt und mit einem Training sozialer Kompetenzen verbunden, weitere Angaben wurden aus Gründen des Kinder- und Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht.
Zusätzliche Unterstützung für Regine-Hildebrandt-Grundschule
Unmittelbare Unterstützung erhält nach Angaben der Beteiligten die Regine-Hildebrandt-Grundschule im Stadtteil Sachsendorf. Die Schulleitung wurde personell gestärkt. Die Position der stellvertretenden Schulleitung ist inzwischen vergeben, zudem wurde eine erweiterte Schulleitung gebildet. Darüber hinaus laufen die Vorbereitungen für das Projekt „Ein Quadratkilometer Bildung“. Dieses Projekt soll nach Angaben des Brandenburger Bildungsministeriums mehr Bildungsgerechtigkeit in Stadtvierteln mit besonderen Herausforderungen fördern und sowohl an der Schule als auch im Umfeld ansetzen.
Lerngruppen für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf
Nach den Winterferien nimmt außerdem die erste von zwei geplanten Lerngruppen für Kinder mit besonders herausforderndem Verhalten außerhalb des Schulstandortes ihre Arbeit auf. Zunächst wurde eine Lerngruppe für sechs Kinder der Jahrgangsstufe 6 eingerichtet. Dafür haben das Bildungsministerium und das Staatliche Schulamt Cottbus die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Eine weitere Lerngruppe für Kinder der Jahrgangsstufe 4 befindet sich nach Angaben der Verantwortlichen in Vorbereitung.
Schulersetzende Maßnahmen und Arbeit mit Familien
Unmittelbar nach den Winterferien sollen zudem zwei Kinder, die besonders auffällig geworden sind, vorübergehend aus dem Schulbetrieb genommen werden. Sie werden tagsüber in einer schulersetzenden Maßnahme unterrichtet und betreut. Entsprechende Vorkehrungen hat das Jugendamt der Stadt Cottbus/Chóśebuz getroffen und einen Träger mit der Umsetzung beauftragt.
Der Unterricht ist laut Pressemitteilung mit einem Training sozialer Kompetenzen verbunden. Die Eltern der betroffenen Kinder haben der Vorgehensweise zugestimmt. Die Maßnahme ist zunächst auf sechs Monate angelegt. Die beteiligten Kinder waren nach Angaben der Verantwortlichen mehrfach an gewalttätigen und verbalen Auseinandersetzungen in der Schule, auf dem Schulhof sowie im Wohngebiet beteiligt. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und des Kinderschutzes werden keine weiteren Details genannt.
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Red. / Presseinformation







