Die Brandenburger haben 2013 Medikamente für insgesamt 1,7 Milliarden Euro verordnet bekommen. Das entspricht einer Steigerung von 48,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden im Bundesland rund 22 Millionen Verordnungen ausgestellt. Dies berichtet der BKK Landesverband Mitte unter Berufung auf die Arzneimittelinformationen des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Die Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente sind nach den Zahlungen für Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte der drittgrößte Ausgabenposten der Kassen.
„Der vorgeschriebene Herstellerrabatt entlastete die Kassen um zusätzliche 176,6 Millionen Euro“, erklärt Daphne Bongardt, Landesvertreterin Berlin und Brandenburg des BKK Landesverbandes. Seit Anfang des Jahres liegt der Herstellerrabatt aber nur noch bei sechs Prozent und wird zum 1. April auf sieben Prozent erhöht.
„Die Jahre zuvor mussten die Produzenten jedoch Rabatte von 16 Prozent gewähren. Aus dieser Sicht ist zu begrüßen, dass der Gesetzgeber zum 1. April 2014 die Rabatte wieder angehoben hat“, so Bongardt.
Die Absenkung zum Januar 2014 bedeutet daher, dass im ersten Quartal 2014 die Arzneimittelausgaben wieder steigen, ohne dass sich dadurch die Versorgung verbessert. „Die Rabatte sind der beste Weg, Kosten zu senken ohne dabei Abstriche an der Qualität zu machen. Die Politik sollte daher dieses Instrument weiterentwickeln und ausbauen“, fordert Bongardt.
Am häufigsten standen Präparate gegen Bluthochdruck- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf dem Rezeptblock. Am zweithäufigsten verordneten die Ärzte Schmerz- und Rheumamedikamente. An dritter Stelle folgten Wirkstoffe gegen Diabetes mellitus und Magen-Darm-Erkrankungen. Den überwiegenden Anteil der Medikamentenausgaben trugen die gesetzlichen Krankenkassen: Sie übernahmen rund 966 Millionen Euro. Weitere 66,7 Millionen Euro zahlten die Brandenburger aus eigener Tasche an Zuzahlungen.
Quelle: BKK Landesverband Mitte







