Brandenburgs Landwirte rechnen in diesem Jahr mit mehr als 2,3 Millionen Tonnen Getreide. Das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr – bei einer Rekordernte ausgerechnet in der Wintergerste.

Zweite Ernteschätzung liegt vor
Die Zahl stammt aus der zweiten Ernteschätzung vom Juli, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlicht hat. Danach liegt die erwartete Getreideernte bei über 2,3 Millionen Tonnen und damit um drei Prozent unter dem Vorjahreswert.
Rekord bei der Gerste, Schwäche beim Roggen
Hinter dem Gesamtminus stehen zwei gegenläufige Entwicklungen. Bei der Wintergerste erwarten die Statistiker eine Rekordernte. Der Roggen dagegen fällt schwach aus.
Für Brandenburg ist gerade das bemerkenswert. Roggen ist hier traditionell die wichtigste Brotgetreideart, weil er mit leichten, sandigen Böden zurechtkommt, auf denen Weizen nicht gedeiht. Wenn der Roggen schwächelt, trifft das die Betriebe auf den ärmeren Standorten – und das sind in Brandenburg viele.
Was eine Ernteschätzung ist
Es handelt sich um eine Schätzung, nicht um das Endergebnis. Die amtliche Statistik erhebt im Lauf des Sommers mehrmals, wie sich die Bestände entwickeln; die endgültigen Zahlen liegen erst später vor. Verschiebungen nach oben oder unten sind also möglich.
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Die vollständigen Angaben stehen im Statistischen Bericht „Ernteberichterstattung über Feldfrüchte und Grünland in Brandenburg“.
Datenquelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Titelbild: © NIEDERLAUSITZ aktuell (Archivbild)
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Red. / Presseinformation





