Die ODEG hat am heutigen Mittwoch den neuen Desiro HC 8-Teiler für die Linie RE1 vorgestellt und damit die nächste Ausbaustufe im Netz Elbe-Spree präsentiert. Zwei vierteilige Züge sollen künftig als rund 210 Meter langer Zugverband unterwegs sein und mit etwa 800 Sitzplätzen mehr als 30 Prozent zusätzliche Kapazität auf der stark genutzten Regionalexpresslinie zwischen Brandenburg an der Havel, Berlin und Frankfurt (Oder) schaffen. Möglich wird dies durch den Umbau bestehender Fahrzeuge, die künftig in Doppeltraktion fahren können. Die längeren Züge sollen vor allem in den Hauptverkehrszeiten eingesetzt werden und mehr Platz für Pendler sowie Ausflugsverkehr bieten. Parallel dazu werden im Rahmen des Infrastrukturprojekts i2030 mehrere Bahnsteige entlang der Strecke verlängert, damit die neuen Zugverbände vollständig eingesetzt werden können. Bereits seit Dezember 2025 fahren erste umgebaute Fahrzeuge im Übergangsbetrieb, der Abschluss aller Umbauten ist laut ODEG für August 2026 vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens nutzten im Jahr 2025 rund 23,8 Millionen Fahrgäste den RE1, perspektivisch sollen durch die Kapazitätserweiterung jährlich mehr als 28 Millionen Fahrgäste befördert werden können.
Neue Züge bieten mehr Kapazität
Im Rahmen einer Sonderfahrt zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Brandenburg an der Havel präsentierte die ODEG die nächste Ausbaustufe im Netz Elbe-Spree. Dabei konnten geladene Gäste sowie Medienvertreter erstmals die neuen Desiro HC 8-Teiler erleben. Die neuen Zugverbände bestehen aus zwei vierteiligen Desiro-HC-Zügen, die künftig in Doppeltraktion verkehren. Dadurch entstehen rund 210 Meter lange Regionalzüge mit etwa 800 Sitzplätzen. Laut ODEG entspricht das einer Kapazitätssteigerung von mehr als 30 Prozent auf der stark genutzten Linie RE1.
Künftig sollen in den Hauptverkehrszeiten zwei von drei stündlichen RE1-Fahrten mit den größeren Zügen unterwegs sein. Die Kapazitätserweiterung erfolgt im Rahmen des Verkehrsvertrags „Netz Elbe-Spree“.

Umbauten und Bahnsteigverlängerungen geplant
Für das neue Konzept werden bestehende sechsteilige Desiro-HC-Fahrzeuge zu vierteiligen Einheiten umgebaut. Aus sieben bisherigen Fahrzeugen entstehen laut ODEG insgesamt 14 vierteilige Einheiten, die anschließend in Doppeltraktion eingesetzt werden können.
Die Umbauten erfolgen bei Siemens Mobility im Prüf- und Validierungscenter Wegberg-Wildenrath. Nach Angaben des Unternehmens dauert der Umbau eines Fahrzeugs rund vier Wochen. Der Abschluss der Arbeiten ist für August 2026 vorgesehen.
Damit die bis zu 210 Meter langen Züge künftig auf der gesamten Strecke eingesetzt werden können, müssen außerdem mehrere Bahnsteige verlängert werden. Dies geschieht im Rahmen des Infrastrukturprojekts i2030. Betroffen sind unter anderem die Stationen Götz, Groß Kreutz, Potsdam Park Sanssouci, Hangelsberg, Berkenbrück, Briesen (Mark), Jacobsdorf (Mark), Pillgram und Ziltendorf.
Politik und Verkehrsverbund begleiten Ausbau
An der Präsentation nahmen unter anderem Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach, Berlins Mobilitätssenatorin Ute Bonde sowie VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing teil. ODEG-Geschäftsführer Lars Gehrke steuerte den Sonderzug nach Unternehmensangaben persönlich.
Die Beteiligten betonten laut Pressemitteilung die Bedeutung des RE1 als zentrale Ost-West-Verbindung in der Hauptstadtregion. Gleichzeitig verwiesen sie auf die steigenden Fahrgastzahlen im Regionalverkehr.
Im Jahr 2025 nutzten nach Angaben der ODEG rund 23,81 Millionen Fahrgäste den RE1. Perspektivisch sollen nach Abschluss der Bahnsteigverlängerungen jährlich rund 28,41 Millionen Fahrgäste auf der Linie befördert werden können.
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