Anlässlich der heute vor zehn Jahren durch den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder angekündigten Arbeitsmarktreform „Agenda 2010“ weist der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Andreas Büttner die Notwendigkeit von Reformen im Land Brandenburg hin.
„Die Situation am Arbeitsmarkt ist stabil. Allerdings haben sich gegenüber 2003 die Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Damals stand die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit im Fokus. Heute reden wir über Maßnahmen zur Fachkräftesicherung“, sagte Büttner.
Die Situation in Brandenburg sei Ansporn, die Reformanstrengungen auf der Landesebene fortzusetzen: „Wir müssen die berufliche Aus- und Weiterbildung stärken. Eine frühzeitige Berufsorientierung ab Klasse 7 ist dabei elementar. Angesichts von über 300 Ausbildungsberufen müssen aber auch die Schüler bei der Berufswahl flexibler werden. Gleichzeitig müssen wir die Bereitschaft zur beruflichen Fortbildung steigern. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen hier gemeinsame Lösungen finden.“
In einem weiteren Schritt möchten die Liberalen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern: „Brandenburg ist bei der Anzahl der Betreuungsangebote im Ländervergleich insgesamt gut aufgestellt. Allerdings fehlt es an Angeboten in den Randzeiten, nachts und am Wochenende. Dies wollen wir ändern. Wer Kinder hat und Schicht arbeiten muss, muss sich auf Angebote verlassen können.“
Dem Fachkräftemangel solle entgegengewirkt werden, indem bestehende Hürden für den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland abgebaut werden: „Wir müssen uns noch deutlich stärker auf die Qualifikation einreisewilliger Fachleute konzentrieren. Die Einkommenshöhe darf nicht das entscheidende Kriterium für den Zuzug sein. Über ein Punktesystem nach dem Vorbild Kanadas möchten wir Fachkräfte künftig unbürokratisch und am Bedarf ausgerichtet nach Brandenburg holen. Hierzu bedarf es eines geeigneten gesetzlichen Rahmens“, sagte Büttner.
Quelle: FDP-Fraktion im Landtag Brandenburg
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