Mit einem offenen Dialog startet das Schauspiel des Staatstheaters Cottbus in die Spielzeit 25.26: Am Dienstag, 2. September, 19 Uhr, lädt das Theater erstmals zum neuen Format „Probenstart“ in die Kantine „Tellheim“ ein. Unter dem Motto „Theater beginnt im Gespräch“ sollen Vorträge, Lesungen oder Diskussionen künftig Einblicke in die thematischen Hintergründe kommender Produktionen geben. Den Auftakt bildet ein Abend zur Inszenierung „Die schönste Version“ nach dem Roman der Cottbuser Autorin Ruth-Maria Thomas über häusliche Gewalt und Intimität. Gast ist die Juristin und Autorin Asha Hedayati, die mit ihrem Buch „Die stille Gewalt“ Strukturen und Ausmaß häuslicher Gewalt beleuchtet und ihre Erfahrungen als Anwältin im Familienrecht einbringt. Karten gibt es im Besucherservice, an der Abendkasse sowie online.
Das Staatstheater Cottbus teilte dazu mit:
Theater beginnt nicht erst mit der Premiere. Theater beginnt im Dialog. Aus diesem Grund startet das Schauspiel des Staatstheater Cottbus mit Beginn der Spielzeit 25.26 ein neues Format mit dem Titel „Probenstart“. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich gemeinsam mit dem Regieteam und dem Ensemble von Stimmen aus Wissenschaft, Aktivismus, Praxis oder Theorie inspirieren zu lassen. Je nach thematischem Schwerpunkt wird es beispielsweise einen Vortrag, eine Podiumsdiskussion oder Lesung geben, gefolgt von einem offenen Austausch.
Die erste Ausgabe des neuen Formats findet am Dienstag, 02. September 2025, 19.00 Uhr, in der Theaterkantine „Tellheim“ (Eingang auf der Rückseite des Großen Hauses) statt. Den Auftakt bildet ein Impuls zur Inszenierung „Die schönste Version“ – ein Abend über häusliche Gewalt, Intimität und die Frage nach der Deutungshoheit über die eigene Erinnerung nach dem vielbeachteten Debütroman der Cottbuser Autorin Ruth-Maria Thomas. Beim „Probenstart“ zu Gast ist die Juristin und Autorin Asha Hedayati, welche mit ihrem Buch „Die stille Gewalt“ einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung hinsichtlich der Dimensionen, Zahlen und strukturellen Verankerung häuslicher Gewalt leistet.
Asha Hedayati, geboren 1984 in Teheran, absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt Universität Berlin. Als Rechtsanwältin arbeitet sie seit fast 10 Jahren im Bereich des Familienrechts und vertritt dabei schwerpunktmäßig gewaltbetroffene Frauen in Trennungs-, Scheidungs-, und Gewaltschutzverfahren. Neben der Arbeit als Anwältin, bildet sie Sozialarbeiter*innen von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen im gesamten Bundesgebiet aus und ist Gastdozentin für Familienrecht und Kinder- und Jugendhilferecht an der Alice-Salomon-Hochschule und der Paritätischen Akademie für Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit. Als Panelistin und Speakerin spricht sie regelmäßig öffentlich zu den Themen häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen. Ziel ihrer Arbeit ist das Sichtbarmachen von Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen marginalisierter Gruppen und das Aufzeigen der strukturellen Problematik beim Thema Gewalt gegen Frauen.
Karten sind erhältlich im Besucherservice (im Großen Haus, Schillerplatz 1, +49 355 7824 242), an der Abendkasse sowie online über www.staatstheater-cottbus.de
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Red. / Presseinformation