Gröden Sonntag, 31 Mai 2009 von Gerd Laeser

Niederlausitzer Wandergurken im Schradenland unterwegs

Niederlausitzer Wandergurken im Schradenland unterwegs

Wir, Die Niederlausitzer Wandergurken, haben uns vorgenommen, am Donnerstag, den 4. Juni 2009, einmal die Wanderwege im Schradenland, also im Grenzgebiet zum Land Sachsen, unter die Sohlen zu nehmen und zu erkunden. Ganz herzlich laden wir dazu wieder Wanderfreunde aus der Umgebung wie auch aus der Niederlausitz und Nordsachsen ein.
Ausgangspunkt und Ziel soll in Gröden sein. Gewandert wird um Gröden zwischen dem Flüsschen Pulsnitz im Norden, Merzdorf mit Seifertsmühl im Westen, Strauch (Sachsen) im Süden und Hirschfeld im Osten. Genauere Informationen zum Streckenverlauf können wir erst nach einer Vor-Ort-Visite am 31. Mai sowie der Planung auf Grundlage der entsprechenden Topographischen Karte 1:50.000 Großenhain geben. Geplant ist eine Streckenlänge von ungefähr 17 Kilometer. Im Mittelpunkt der Tour sollen der Naturlehrpfad und der Heideberg-Rundweg stehen. Zu beiden Wegen wird auf den Websites des Amtes Schradenland und der Gemeinde Gröden informiert.
„Südlich des Ortes (Gröden – G.L.) fällt schon von Weitem das Landschaftsschutzgebiet Merzdorfer-Hirschfelder-Höhenrücken auf, die sogenannten "Grödener Berge" deren höchste Erhebung der Heideberg ist. Er bildet die Grenze zum Land Sachsen. Hier befindet sich der höchste topographische Punkt des Landes Brandenburg. Der Ort ist idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf beschildert Wanderwegen und von hier schweift der Blick weit ins brandenburgische Land bis zur Pulsnitzniederung mit ihren Feuchtgebieten und weiten Wiesen und Feldern. Zur Rast kann man in den Gasthöfen des Ortes einkehren. Besonders bekannt sind die Grödener Berge bei den Laufbegeisterten, alljährlich findet hier im Herbst der traditionelle "Werner-Seelenbinder-Gedenklauf" statt.
Heideberg
Der Heideberg bei Gröden ist der höchste natürliche topografische Punkt des Landes Brandenburg mit 201,4 m. Als höchste Erhebung darf er sich aber nicht bezeichnen, da der Gipfel des Berges bereits zum Freistaat Sachsen gehört. Dieser Titel gehört dem Kutschenberg im ca. 12 km entfernten Großkmehlen mit 201 m. Im November 2001 wurde an diesem Punkt am Heideberg feierlich ein Markstein gesetzt. Dieser trägt als Inschrift die Höhe des Punktes. 1853 wurde auf dem Heideberg von Bernhard von Rochow, der seinen Sitz im Schloss Strauch hatte ein Turm, der sog. Bernhardturm (auch Straucher Turm genannt) errichtet. Damit war der dort befindliche geodätischer Punkt, der mit einem Sandstein gekennzeichnet ist, schon von weitem sichtbar. Doch bereits 1862 wurde dieser bei einem Unwetter zerstört. Bernhard von Rochow ließ den Turm jedoch wieder aufbauen. Heute findet man nur noch Reste der Fundamente beider Türme.
Heideberg-Rundweg
Seit April 2005 lädt der Heidebergrundweg Radfahrer und Wanderer ein. 8 Hinweistafeln wurden am Wegverlauf aufgestellt. Zwei Tafeln beschreiben den Rundweg die restlichen 6 informieren über den jeweiligen Standort bzw. die Besonderheiten der Landschaft. Auf ca. 7 km geht es bergauf und bergab. Der Streckenverlauf ist abwechslungsreich und teilweise auch anstrengend. Der Rundweg beginnt im Ort auf dem Denkmalplatz. Dann geht es in Richtung Hirschfeld. Kurz hinter dem Ortsausgang von Gröden biegt der Radweg rechts ein, auch dieser ist mit einer Hinweistafel gekennzeichnet. Nach einer ersten Steigung erreicht man das Skigelände, dann geht die Tour quer durch die Grödener Berge, vorbei an Eichberg und Heideberg mit dem höchsten topografischen Punkt des Landes Brandenburg, der durch einen Markstein gekennzeichnet ist. Am Eichberg hat erwartet den Besucher ein herrlicher Blick in das Urstromtal. Bei guter Sicht sind die F60 in Lichterfeld, das Kraftwerk Plessa und auch der Winkpark Klettwitz zu sehen. Nach einer langen Abfahrt kommt man wieder in Gröden an.
Naturlehrpfad
Der Lehr- und Erlebnispfad wurde 2004 durch die Gemeinde Gröden errichtet. und durch das Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg gefördert. Am Rundweg entlang des Schachtweges wurden elf große und 15 kleine Schautafeln über Fauna und Flora aufgestellt. Bestandteil des Lehr- und Erlebnispfades ist der „Pfad der Sinne“. Dafür wurde ein Waldweg mit unterschiedliches Materialien, z. B. Sand, Kies, Nadelstreu, Kiefernzapfen gestaltet. Barfuss kann man die verschiedenen Materialien auf dem Waldboden erfühlen. Mehrere Stationen laden zum Mitmachen ein, so z. B. eine Sprunggrube, Kiefernzapfen Weit- und Zielwerfen, Klangorgel. Der Ausgangspunkt für die Wanderung auf dem Lehr- und Erlebnispfad befindet sich am Alten Schachtweg.“
Quelle: Amt Schradenland www.amt-schradenland.de
Weitere Einzelheiten (wie Treffpunkt, Beginn und Hinweise für die Anfahrt) werden wie immer bei der persönlichen Anmeldung unter der Rufnummer 03542-3792 oder auf Anfrage mitgeteilt. Alles Andere ist wie sonst auch bei unseren bisherigen 39 Wanderungen 2009 und in den zurück liegenden Jahren: Gewandert wird familiär auf einem Rundkurs; keine Teilnahmegebühr für die Wanderung; kein Versicherungsschutz; Rucksackverpflegung für einen Stehimbiss im Freien; am Ziel persönliche Urkunde zur Erinnerung für gutgelauntes und blasenfreies Mitwandern; festes aber bequemes Schuhwerk; um einen Obolus in unseren Fontane-Wanderhut wird am Ziel gebeten; auf Wunsch gedruckter Wanderplan 2009 als Heft A5; Informationen über uns sowie unser Programm 2009 findet man auch unter www.cottbus-und-umgebung.de sowie über 4.000 Fotos von uns über die Niederlausitz in „Bilder der Region“ bei www.niederlausitz-aktuell.de.
Gerd Laeser
Gästeführer Niederlausitz
Lübbenau

8 derartige Tafeln informieren an verschiedenen Punkten über den Heideberg-
Rundweg und den Naturlehrpfad mittendrin

Deu neue Aussichtsturm auf dem Heideberg. Von der Seite sieht es so aus, als wäre er noch schiefer als der Turm von Pisa. Aber das ist natürlich eine optische Täuschung. Das Laub der Richtkrone ist noch grün und die Gerüste zeigen, dass er noch nicht fertig ist. Am vergangenen Freitag (29. Mai) war Richtfest und seit dem ist auf den Heideberg pilgern und „Turm gucken“ angesagt, z.B. am Pfingstsonntag.

Das alte Vorwerk „Am Reißdamm“ mitten im Schradenland in der Nähe des
Flüsschens Pulsnitz

Bildergalerie

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