Lübben (Spreewald) Montag, 23 Juli 2018 von Simone Noack

Lübbener Kahnnacht zog mit Rock’n’Roll-Feeling viele Besucher an

Lübbener Kahnnacht zog mit Rock’n’Roll-Feeling viele Besucher an

Das sommerliche Wetter war ein Träumchen. Mückenspray und Jacken waren am Samstagabend überflüssig. Schon Wochen vorher vermeldete die Internetseite, dass es für diese Veranstaltung keine Karten mehr gibt. Die 57. Lübbener Kahnnacht hat auch in diesem Jahr wieder tausende Besucher an den Hafen gelockt.

Rock’n’Roll-Musik und alles was an die Zeit des Boogie-Woogie und Petticoats erinnert, wurde den Gästen versprochen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Einzig die Speisenversorgung am Hafen war etwas enttäuschend. Wer keinen Fisch mag, hatte an diesem Abend nicht viele Optionen. Lange Schlangen am einzigen Imbiss, um nach dem Bezahlen in die nächste Warteschlange – der Essensausgabe - zu wechseln. Frittierte Bratwurst, naja, es kann eigentlich an diesem Abend nur noch besser werden!

Am Einstieg zu den Kähnen kam es zu langen Wartezeiten. Irgendwie waren alle Kähne bereits belegt. Aber dann ging es doch mit ein wenig Verspätung endlich los.

Nun begann der Spaß. Abends mit dem Kahn durch den Spreewald zu gleiten ist die pure Erholung. Mit 311er Wartburg und Campingfeeling wurden die Gäste zu „Sugar, Sugar Baby“ in Stimmung gebracht. Wenige Kahnminuten weiter erklangen bekannte Titel aus dem Musical „Grease“ zu einer temperamentvollen Tanzshow. Beim „Jailhouse Rock“ auf einer Brücke über dem Fließ brannte der Hauptdarsteller und entlang des Wasserspielplatzes wartete bereits die nächste Überraschung. Das Tanzstudio Bailamos aus Lübben zeigte, wie richtig Rock’n’Roll getanzt wird. Hinter einem Busch trat plötzlich Elvis hervor. Auf dem Kahn stimmte man spontan das Lied „ja, er lebt noch, er lebt noch, stirbt nie“ an. Herrlich!

Während so langsam die Sonne unterging, waren auch die zahlreichen Illuminationen am Ufer zu erkennen. So langsam kamen wir der Liebesinsel näher. Eine junge Dame im Petticoat jonglierte mit ihren Hula-Hoop-Reifen. An der nächsten Station warteten schon Baby Houseman und ihr Tanzlehrer Johnny mit ihrer Choreografie von „Time of my life“ aus Dirty Dancing auf die nächtlichen Kahnfahrer. Gute Stimmung herrschte auf den Kähnen, alle erkannten sofort bei den ersten Takten den Kultfilm.

An der letzten Bühne zeigten Turniertänzer des Berliner Tanzclubs „Butterfly“ ihr Können. Die Damen schienen federleicht, den Herren war bei den Hebefiguren kein Leid anzusehen.

Am Hafen konnte man den Abend bei Livemusik und leckerer Bowle mit einem Tänzchen ausklingen lassen. Eine durch und durch gelungene Veranstaltung!

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