Lübben (Spreewald) Montag, 16 April 2018 von Handballclub Spreewald

Meisterschaftsendspurt. HC Spreewald siegt in Bad Freienwalde

Bad Freienwalde. Am vergangenen Wochenende trat der HC Spreewald mit großem Fanlager die Reise in den Brandenburger Nordosten an. Ziel des Trosses war die Kurstadt Bad Freienwalde und der dort ansässige SV Jahn. Die Truppe von Neu-Trainer Daniel Untermann kämpft mit der TSG Lübbenau 63 und dem LHC Cottbus II derzeit um den Bronzeplatz in der Brandenburg-Liga und ist aufgrund der Heimstärke nicht zu unterschätzen. Der HC hingegen darf sich im Meisterschaftsendspurt keinen Ausrutscher erlauben und wollte mit einem Auswärtspunktgewinn den Vorsprung auf den Verfolger Teltow/Ruhlsdorf behaupten. Die Vorzeichen waren auf beiden Seiten jedoch nicht optimal. Wichtige Spieler fielen verletzungs- oder krankheitsbedingt aus. Beim HC fehlten mit Erik Handke, Jonathan Weske, Daniel Wegner und Tobias Lubig gleich vier Akteure.

Das Trainergespann Wolschke/Zwieb reaktivierte daher Abwehrstratege Bert Orbanz, der mit seiner Erfahrung die Spreewälder Hintermannschaft stabilisierte und immer wieder Ballgewinne forcierte. Mit der nötigen Aggressivität und Härte gelang es so im ersten Spielabschnitt die Kreise des wurfgewaltigen Freienwalder Rückraums einzugrenzen. Zwar legten die Gastgeber durch Oliver Viert und Chris Matthias jeweils vor, Pascal Freund glich auf der Gegenseite jedoch postwendend aus (2:2, 7.). Zwei Kontertore von Chris Guhrenz brachten die Spreewälder im Anschluss mit 2:5 (11.) in Front. Den Gästen gelang es zwar zu verkürzen (4:5, 12.), jedoch fanden die Spreewälder nun immer besser ins Spiel. Die Angriffe wurden strukturiert vorgetragen und so der besserplatzierte Nebenmann freigespielt. Vor allem Jens Kranick (3 Tore) glänzte dabei als sicherer Vollstrecker von der Außenposition (6:10, 20.). Auch nach der Auszeit der Kurstädter blieb der HC spielbestimmend. Allen voran Kapitän Nils Werner (3) war sich der Brisanz dieses Aufeinandertreffens bewusst und übernahm Verantwortung. So konnte sich der HC bis zur Halbzeit auf 11:16 absetzen.

Eine Randnotiz in Punkto Fairness: Eine in der ersten Halbzeit ausgesprochene Zeitstrafe gegen Bert Orbanz (Hand im Gesicht des Gegenspielers) wurde nach Rücksprache der Schiris mit dem Akteur Oliver Viert zurückgenommen. Das ist Sport.

Im zweiten Spielabschnitt knüpften die Spreewälder an ihre Leistung an und überzeugten durch Einsatz, Kampfgeist und Spielfreude. Nach dem 14:19 (36.) erhöhten Jens Kranick und Nils Werner auf sieben Tore (14:21, 38.). Florian Kleindienst im HC-Tor konnte sich auf seinen Mittelblock Beyer/Orbanz verlassen und so mehrere Bälle entschärfen. Den Gastgebern fehlte es an Wechselmöglichkeiten, um mit frischen Akteuren den HC noch einmal vor neue Aufgaben zu stellen, so dass in der 53. Spielminute (20:27) alles für einen sicheren Sieg des HC sprach. Nach der roten Karte gegen Markus Block wegen Tätlichkeit luden die Spreewälder den Gastgeber jedoch zur Ergebniskosmetik ein. Mehrere (unnötige) Ballverluste ließen die Freienwalder bis zum Schlusspfiff noch auf 27:30 verkürzen.

BrL M | SV Jahn Bad Freienwalde vs. HC Spreewald (11-16) 27-30

Fazit: Nichtsdestotrotz verließ der HC das Parkett auch im fünften Aufeinandertreffen als Sieger und grüßt somit weiterhin mit vier Punkten Vorsprung von der Tabellenspitze der Brandenburg-Liga.

Vorschau: Die Marschroute für die Endphase der Saison ist klar – siegen. Dies hoffentlich bereits wieder am kommenden Wochenende. Gegner ist der Tabellenneunte aus Wildau. Anpfiff am Samstag, den 21.04. im Lübbener Blauen Wunder ist um 18:15 Uhr. Das Vorspiel (16:00 Uhr) bestreitet die zweite Männermannschaft, die gegen den HV Calau auf Punktejagd geht. [C. G.]

Abschließend möchte sich das gesamte Team, sowie Trainer und Betreuer bei den mitgereisten Fans bedanken. Ihr seid unser 8. Mann!

Es spielten für den HC Spreewald: Florian Kleindienst, Marc-Maurice Gruna (beide im Tor), Florian Beyer (5), Danilo Wendt (1), Paul Meisner, Chris Guhrenz (4), Bert Orbanz, Pascal Freund (6), Jens Kranick (6/1), Tim Glowinkowski (1) und Nils Werner (7/1).

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