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Cottbus Donnerstag, 24 Juni 2021 von Redaktion

Nach Messerangriff in Cottbuser Straßenbahn: Sechseinhalb Jahre Gefängnisstrafe

Nach Messerangriff in Cottbuser Straßenbahn: Sechseinhalb Jahre Gefängnisstrafe

Dieser Fall hatte im vergangenen September für Entsetzen in Cottbus gesorgt. Ein damals 28-jähriger Mann aus Pakistan betritt eine Straßenbahn in Cottbus und sticht plötzlich mit einem Messer in den Oberkörper eines 19-Jährigen und verletzt ihn lebensbedrohlich. Heute wurde der Täter vom Landgericht Cottbus zu sechs Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Das Landgericht Cottbus teilte dazu mit: 

Der Angeklagte ist wegen gefährlicher Körperverletzung heute zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

Hintergrund zur Tat

Der Angeklagte soll am 02.08.2020 gegen 13:00 Uhr in einer Cottbusser Sparkassenfiliale mit einem Pflasterstein mehrfach auf zwei Geldautomaten im Selbstbedienungsbereich eingeschlagen haben. Tastatur und Display der beiden Geldautomaten sollen dadurch zerstört worden sein. Sodann soll er den Stein gegen die zum Geschäftsbereich führende Tür geworfen haben, wodurch diese zersplitterte. Anschließend soll der Angeklagte in der Filiale noch drei Monitore und eine Schutzscheibe beschädigt haben. Beim Verlassen der Filiale soll er den Stein mehrfach gegen Fenster- und Türscheiben der Sparkassenfiliale geworfen haben, welche hierdurch zerbrochen seien. Der Sparkasse soll ein Sachschaden i.H.v. ca. 20.000,- € entstanden sein.

Am 09.09.2020 gegen 5:43 Uhr soll der Angeklagte in der Straßenbahnlinie 4 in Höhe der Haltestelle Thierbacher Straße in Cottbus plötzlich und für den Geschädigten völlig unerwartet mit einem Messer mit einer Klingenlänge von 32,5 cm von hinten in den Oberkörper des Geschädigten gestochen haben, um diesen zu töten. Der dem Angeklagten unbekannte Geschädigte soll dadurch u.a. einen 0,5 cm tiefen Einschnitt am linken Lungenunterlappen erlitten haben. Die Verletzung soll potentiell lebensgefährlich gewesen sein. Der Angeklagte soll aus Verärgerung und Rache aufgrund einer zu seinem Nachteil durch andere Personen begangenen Straftat und vermeintlich unterbliebener Hilfe durch die Polizei gehandelt haben und um Aufmerksamkeit zu erlangen.

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Red. 

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