Cottbus Montag, 18 Mai 2020 von Redaktion

Regionalligameister: Energie Cottbus drängt auf sportliche Lösung

Regionalligameister: Energie Cottbus drängt auf sportliche Lösung

Wie es weitergeht in der Regionalliga Nordost steht noch nicht fest. Heute hat der FC Energie Cottbus verkündet, beim Nordostdeutschen Fußballverband einen Antrag für eine "sportliche Lösung" der Meisterfrage gestellt zu haben. Der Antrag sieht ein Final-Four mit den Vereinen VSG Altglienicke, Lok Leipzig, FC Energie Cottbus und Hertha BSC II auf neutralem Boden vor, hier schlägt der FCE den Friedrich-Ludwig Jahn Sportpark in Berlin vor. 

Über die neusten Entwicklungen spricht heute Abend FC Energie Cottbus Präsident Matthias Auth mit FCEnergieTV im Livetalk auf Youtube ab 19 Uhr. Fanfragen sind ebenfalls möglich. ->> Hier gehts zum Kanal.

Der Verein teilte mit:

Der FC Energie hat am Montag, 18. Mai 2020 einen Antrag beim Nordostdeutschen Fußballverband eingereicht und bekräftigt damit abermals seine Position für eine sportliche Lösung zur Entscheidung um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und damit respektive zur Ermittlung des Teilnehmers für die Aufstiegsrelegation zur 3. Liga.

„Wir haben uns im Nachgang der vergangenen Videokonferenz mit den Vereinen und dem Verband intern beraten. Als Folge daraus haben wir nun einen nach geltender Spielordnung konformen Antrag für eine sportliche Lösung zur Ermittlung des Teilnehmers zur Aufstiegsrelegation aus dem Nordosten eingebracht. Der NOFV hat nun innerhalb einer siebentägigen Frist Zeit diesen zu prüfen“, sagte FCE-Geschäftsführer Karsten Sachs.

Für den Fall, dass die Saison 2019/2020 der Regionalliga Nordost abgebrochen, eingestellt oder ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen gelassen wird, beantragt der FC Energie, dass der Teilnehmer der Relegationsspiele zum Aufstieg in die 3. Liga im Rahmen eines „Final-Four-Turniers“ ermittelt werden soll. Hierbei seien die vier Vereine VSG Altglienicke, 1. FC Lokomotive Leipzig, Hertha BSC II sowie der FC Energie Cottbus als teilnehmende Mannschaften vorgesehen. Alle vier Vereine haben fristgerecht einen Antrag zur Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga in der Spielzeit 2020/2021 beim Deutschen Fußball-Bund gestellt.

Der Teilnehmer an den Relegationsspielen würde demnach ausschließlich sportlich in einem fairen Wettstreit ohne Anwendung einer sogenannten „Quotientenregelung“ (norwegisches Modell) erfolgen. Die Durchführung des „Final-Four-Turniers“ sowie die Festlegung des Modus zur Ermittlung der jeweiligen Halbfinalgegner soll dem Nordostdeutschen Fußballverband obliegen.

Sebastian König, Sportlicher Leiter des FC Energie bekräftigt: „Wir haben von Anfang an deutlich gemacht, dass wir den Staffelsieger auf dem Rasen ermitteln möchten und damit für eine rein sportliche Entscheidung stehen. Auch in dieser besonderen Zeit erwarten wir einen fairen Umgang und erinnern an den sportlichen Grundsatz einer Entscheidungsfindung im Rahmen einer kompletten Spielzeit. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sich unsere Mannschaft auf dem richtigen Weg befand und sich am Ende für die Relegationsspiele qualifiziert hätte. Aufgrund der besonderen Situation sollten nun alle angeraten sein, an einer für alle Beteiligten sportlich fairen Lösung zu arbeiten. Wenn der Staffelsieger Ende Juni die Relegationsspiele zum Aufstieg in die 3. Liga bestreiten kann – sollte es auch möglich sein, wenige Tage vorher eben diesen Staffelsieger sportlich zu ermitteln.“

Um die logistische Einhaltung der Corona-Auflagen gewährleisten zu können sowie dem Umstand geschuldet, dass im Bundesland Berlin für die Durchführung des Spielbetriebes in der 1. Bundesliga bereits eine Sondergenehmigung erteilt wurde, schlägt der FC Energie den Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark als mögliche Austragungsstätte vor. Adäquat zum Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga sind die Partien als „Geisterspiele“ mit medialer Begleitung zum Zwecke der Gewinnerzielung für den Verband und die beteiligten Vereine durchzuführen.

Insbesondere ist es aus Sicht des FC Energie von großer Wichtigkeit, dass der Nordostdeutsche Fußballverband im Vorfeld von Festlegungen mit derartiger Gewichtung und Tragweite, die finalen Entscheidungen des Deutschen Fußball-Bundes für die Zulassung zur Teilnahme am Spielbetrieb der 3. Liga in der Saison 2020/2021 für die einzelnen Vereine zu berücksichtigen hat.

Foto: Christiane Weiland

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