Cottbus Montag, 04 Mai 2020 von Redaktion/Presseinfo

BTU Cottbus-Senftenberg und LEAG kooperieren für leise Entstaubungsanlagen

BTU Cottbus-Senftenberg und LEAG kooperieren für leise Entstaubungsanlagen

Mit Unterstützung der BTU Cottbus-Senftenberg (BTU) gelang es dem Veredlungsbetrieb der LEAG, schalltechnische Verbesserungen an seinen Entstaubungsanlagen der Kohleveredlung im Industriepark Schwarze Pumpe zu erreichen. Über mehrere Jahre erstreckten sich dabei Untersuchungs- und Messprogramme, um mögliche Geräuschquellen zu lokalisieren und deren Emissionen mit geeigneten Maßnahmen deutlich zu reduzieren. Zum Einsatz kam dafür unter anderem eine akustische Kamera, mit der Wissenschaftler aus dem Fachgebiet „Gestaltung von Produktionssystemen/Werkzeugmaschinen“ am Campus Senftenberg die Hauptgeräusch-quellen orten konnten.

Weiter teilte die LEAG dazu mit:

Bislang wurden in vier von fünf Entstaubungsanlagen auf Basis der Erkenntnisse schallabsorbierende Plattenresonatoren eingebaut sowie strömungstechnische Verbesserungen und konstruktive Anpassungen vorgenommen. Noch in diesem Jahr soll auch der Umbau der fünften Anlage erfolgen.

„Für uns galt es, einerseits den Stand der Technik zu überprüfen und weiterhin einzuhalten und andererseits mit zusätzlichen Maßnahmen, die Anlagen der Veredlung leiser werden zu lassen“, erläutert Dr. Dirk Täschner aus dem Bereich Umweltschutz/Genehmigungen bei LEAG die Zielstellung des Projektes. „Bei dem aufwendigen Untersuchungsprogramm stellte sich schließlich heraus, dass die Entstaubungsanlagen ein hohes Optimierungspotenzial hatten“, so Täschner. Bei diesen Anlagen saugt ein Radialventilator ein Staub-Luft-Gemisch aus den Produktionsräumen und leitet es in eine Abscheidetasse. Eine Wasserbedüsung trennt dabei den Staub von der Luft, die anschließend gereinigt durch Kamine nach außen geführt wird. Die wesentlichen Geräuschanteile gehen dabei von den Radialventilatoren aus. Durch den Einbau von speziell angefertigten Plattenresonatoren konnten die Geräuschemissionen minimiert werden.

Das von der BTU angewandte Messprogramm umfasste neben Pegelmessungen auch eine Schallintensitätssonde zur Bestimmung der Schallleistung. Für die Analyse der Hauptgeräuschquellen setzte die BTU eine akustische Kamera mit einem bildgebenden Verfahren zur Ortung von Geräuschquellen ein. „In Kombination mit den herkömmlichen Messungen erhöhte sich dadurch die Qualität und Aussagekraft der Ergebnisse. Dies ermöglichte uns eine zielgerichtete technische Anpassung der Entstaubungsanlagen“, beschreibt Täschner den Nutzen des innovativen Erfassungskonzepts. „Die BTU Cottbus-Senftenberg konnte die Vorteile und die Leistungsfähigkeit des Verfahrens eindrucksvoll unter Beweis stellen“, lobt Täschner die Arbeit der Wissenschaftler. 

Presseinfo/ Red.

Foto: Einsatz einer akustischen Kamera der BTU Cottbus-Senftenberg ©LEAG

Das könnte Sie auch interessieren