Um dieser Frage nachzugehen, muss man in seinen Romanen suchen, und hier besonders in seinen Büchern „Tinko“ und „Der Laden“. Seine wunderbaren Schilderungen aus der Sicht des Jungen Tinko sind unvergessen, und stehen doch im krassen Gegensatz zu Strittmatters realer Rolle als Familienvater. Oft schickte er seine Kinder zu den Großeltern, was für die Leserschaft seiner Werke gut, für sein Verhältnis zu seinen Söhnen aber schlecht war.
Der Erwin-Strittmatter-Verein lädt Groß und Klein zu einer kleinen Lesung ins Piccolo Theater ein. Keine weitere Zutat zu den gerade laufenden Enthüllungen darf erwartet werden. Uns interessiert Strittmatters Blick auf seine Kindheit. Eine Lesung für Großeltern, die sich gern oder schaudernd zurückerinnern wollen; für junge Menschen ab etwa 10 Jahre, die gerne Geschichten aus einer fernen Zeit hören wollen; und für alle, die Strittmatters literarisches Werk zu würdigen wissen.
„Er ist immer ein großes Kind geblieben“, hat seine Frau Eva gesagt. Überprüfen wir das am Sonntag, den 19.08. um 17.00 Uhr im Piccolo Theater Cottbus. Es lesen Schauspieler und Cottbuser Schüler. Der Eintritt ist frei; um eine Spende für die Vereinsarbeit, vor allem im LADEN von Bohsdorf, wird gebeten.
Quelle: PICCOLO THEATER Cottbus
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