Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 der Cottbuser Pestalozzi-Schule verbrachten kürzlich im Rahmen des Projektes „Meine Freiheit – deine Freiheit“ eine Woche in Prag und besuchten dabei auch Theresienstadt.
Gleich zu Beginn der Ankunft in Prag gab es Gelegenheit, per Sprachanimation einige tschechische Wörter zu erlernen, um sich etwas besser zurechtzufinden. Nicht nur hier erkannten die Schüler die Bedeutung anderer Sprachen im täglichen Umgang miteinander.
Ein ganz anderes Verstehen ermöglichte die Fahrt nach Theresienstadt. In dem ehemaligen jüdischen Ghetto waren einst mehr als 144.000 Menschen inhaftiert; nur 4.000 von ihnen erlebten die Befreiung des Lagers. Alle Schüler nahmen die Gelegenheit wahr und legten eine Blume zum Gedenken an einen Ort ihrer Wahl in Theresienstadt nieder. Nach diesem Besuch gab es ein Zeitzeugengespräch mit einer Holocaust-Überlebenden des Lagers, Dagmar Lieblova. Das bewegende Gespräch mit ihr verstärkte nochmals die Bilder vom Nationalsozialismus, und die Schüler hatten viele Fragen. Dagmar Lieblova äußerte den Wunsch, dass ihre Geschichte nicht vergessen werde, da kaum noch Zeitzeugen am Leben sind.
Fragen ganz anderer Art hatten die Schülerinnen und Schüler dann selbst zu beantworten. In einer Stadtrallye waren sie, aufgeteilt in kleine Gruppen und nur mit einem Stadtplan in der Hand, auf sich gestellt. An verschiedenen Orten sollten Aufgaben gelöst werden, auch unter Einbeziehung der Pragerinnen und Prager. Am Ende hatten alle einen interessanten Einblick der ganz anderen Art zu Stadt und Leuten gewinnen können.
Für die finanzielle Unterstützung der Projektfahrt und die dadurch möglichen Eindrücke und Erfahrungen möchten sich die Pestalozzi-Schüler bei der F. C. Flick Stiftung sowie dem Lokalen Aktionsplan (LAP) der Stadt Cottbus herzlich bedanken. Die Organisation vor Ort wurde unterstützt durch Pragkontakt, ein Projekt der Stiftung Most/Brücke zur Förderung der deutsch-tschechischen Verständigung und Zusammenarbeit.








