Mila und William aus Cottbus haben beim Europafinale der World Robot Olympiad (WRO) in Zagreb den neunten Platz belegt. Die beiden elfjährigen Schüler des Niedersorbischen Gymnasiums traten vom 13. bis 16. Oktober in der Altersklasse RoboMission Elementary an. Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil ihr Roboter kurz vor dem ersten Wertungslauf vom Tisch gestürzt war.
Mila und William stark in Zagreb
In der Kategorie RoboMission bauen und programmieren die Teams einen Roboter, der auf einem rund drei Quadratmeter großen Spielfeld innerhalb von zwei Minuten selbstständig Aufgaben löst. Er muss zum Beispiel Objekte transportieren oder nach Größe und Farbe sortieren. Den fertigen Roboter samt Programmierung dürfen die Teams mitbringen und vor Ort weiterentwickeln.
Der erste Tag in Zagreb diente dem Training. Vor allem die wechselnden Lichtverhältnisse in den Messehallen machten der Sensorik zu schaffen, Mila und William mussten ihre Einstellungen anpassen. Bei der Eröffnungsfeier, die an die Olympischen Spiele angelehnt ist, trugen die beiden die Fahne der rund 120-köpfigen deutschen Delegation. Am zweiten Tag stand kultureller Austausch auf dem Programm. Die Cottbuser nutzten ihn, um ihre sorbische Heimat und Kultur vorzustellen.
Sturz vom Jurytisch
Am dritten Tag begann für das Team „Auxmoney Bunny Bot“ der Wettkampf mit der Saisonaufgabe, die die Kinder bereits kannten. Gewertet wurde der beste von drei Läufen. Noch vor dem ersten Lauf stieß ein Mitglied eines italienischen Teams den Roboter vom neutralen Jurytisch. Sensorik und Motorik waren danach erheblich beeinträchtigt. Für die beiden Kinder war das ein Schock, es flossen Tränen. Am Ende des Tages lag das Duo auf Platz 21 von 43 Teams, eine Medaille war damit außer Reichweite.
Starke Tagesaufgabe
Am letzten Wettkampftag folgte die Tagesaufgabe: Die Teams bekommen eine neue Aufgabe auf dem bekannten Spielfeld und müssen Bau, Programmierung oder Taktik ihres Roboters spontan anpassen. Genau das gehört zu den Stärken von Mila und William, beim Deutschlandfinale hatten sie damit Platz drei geholt. Von Lauf zu Lauf fanden die beiden zurück zu ihrem Selbstvertrauen und belegten in der Tageswertung Platz vier. In der Gesamtwertung bedeutete das Platz neun bei ihrer ersten Teilnahme an einem Europafinale.
Das nächste Ziel steht schon fest: 2027 wollen sich Mila und William erneut qualifizieren, dann findet das Europafinale in Griechenland statt. Weil internationale Wettbewerbe hohe Reisekosten verursachen, danken die beiden allen Förderern und Sponsoren, die ihnen die Teilnahme ermöglicht haben. Über weitere Unterstützung würden sie sich freuen.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
VollzeitBewerbung bis 25.10.Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) - Bereich intersektorale Interoperabilität und Sekundärdatennutzung im GesundheitswesenMedizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · CottbusZur Stelle →Alle 411 Stellen in Südbrandenburg →















