Im Branitzer Park in Cottbus sind fast alle Wege wieder geöffnet. Nach rund drei Monaten Baumpflege hat die Stiftung Fürst-Pückler-Museum mehrere Sperrungen im Innenpark aufgehoben. Zwei Bereiche bleiben bis zum Jahresende gesperrt.
Sperrungen an vier Wegeabschnitten wieder aufgehoben
Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) hat die Sperrungen am südlichen Umfahrungsweg, an der Kiekebuscher Straße, am südlichen Schmiedeweg und an der Pyramidenebene aufgehoben. Auch der bislang gesperrte Bereich an der Bleyerwiese in Richtung Vorparkweg ist teilweise wieder zugänglich. Damit stehen Besucherinnen und Besuchern nach Angaben der Stiftung wieder fast alle wichtigen Wegeverbindungen im Branitzer Park zur Verfügung. Das teilte die Stiftung am Donnerstag, 22. Oktober, mit.
Seit den Sperrungen im Sommer waren im Innenpark acht Wegeverbindungen geschlossen. Die Stiftung hatte tausende Schäden an den Bäumen festgestellt, die Verkehrssicherheit war damit nicht mehr gewährleistet. Im Juli hatte die Stiftung die Sperrung mehrerer Wege im Branitzer Park bekannt gegeben. Die Hauptwege zwischen Parkplatz, Schloss, Pyramiden und Tierpark blieben damals geöffnet.
4.000 Pflegemaßnahmen an 3.000 Bäumen im Innenpark
Seit Juni liefen die Baumpflegearbeiten nach Angaben der Stiftung mit hohem personellem und finanziellem Aufwand. Insgesamt wurden 4.000 Schnitt- und Pflegemaßnahmen an 3.000 Bäumen umgesetzt, um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Die Stiftung investierte dafür 500.000 Euro. Die Summe umfasst neben dem Baumschnitt auch eingehende Baumuntersuchungen und Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Neben externen Fachfirmen leistete das eigene Baumpflegeteam der Stiftung einen wesentlichen Beitrag.
Mittelweg und Grüne Brücke bleiben bis Jahresende zu
Gesperrt bleiben der Mittelweg zwischen Mondberg, Erbbegräbnis und Wolfsschlucht sowie der Bereich der Grünen Brücke in Richtung Parasol. Dort dauern die Arbeiten bis zum Jahresende an. Auf dem aktuellen Wegeplan der Stiftung sind diese Abschnitte rot markiert, die wieder freigegebenen Wege grün.
Die Stiftung bittet um Verständnis für die verbleibenden Sperrungen. Wer gesperrte Bereiche betritt, begibt sich nach ihren Angaben in akute Gefahr für Leib und Leben.
Hitze und Trockenheit setzen dem Baumbestand zu
Die Auswirkungen großer Hitze, von Trockenheit und Extremwetter machen laut Stiftung deutlich, dass der historische Baumbestand im Branitzer Park auch in den kommenden Jahren intensiv gepflegt werden muss. Bereits im Juli hatte die Stiftung erklärt, Hitze, Trockenheit und Starkregen hätten den Bäumen in den vergangenen Jahren stark zugesetzt. Dadurch bilde sich vermehrt Totholz, das Risiko von Astabbrüchen sei gestiegen.
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