Ein qualmender Kohle-Lkw hat gestern Abend in Cottbus-Ströbitz einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wie Brandenburg.Media von vor Ort berichtete, wurden die Einsatzkräfte gegen 19:12 Uhr zu einem vermeintlich brennenden Lastwagen in die Ernst-Barlach-Straße alarmiert. Vor Ort stieg tatsächlich Qualm aus der Kohleladung auf, weshalb die Feuerwehr zunächst einen Löschangriff vorbereitete und die Ladung mehrfach mit einer Wärmebildkamera kontrollierte. Im weiteren Verlauf stellte sich jedoch heraus, dass der Lkw frische Kohle geladen hatte, die sich durch den Kontakt mit Sauerstoff erwärmt und bei feuchter Witterung sichtbar dampfen kann. Nach Einschätzung der Einsatzleitung bestand keine Brandgefahr, die weitere Maßnahmen erforderlich machte.
Feuerwehr kontrolliert Kohle-Lkw in Cottbus
Als die Feuerwehr am Mittwochabend in der Ernst-Barlach-Straße eintraf, stieg deutlich sichtbar Qualm von der Ladung eines abgestellten Kohle-Lkw auf. Der Fahrer hatte das Fahrzeug zuvor dort geparkt. Aufgrund der ursprünglichen Brandmeldung bereiteten die Einsatzkräfte zunächst einen Löschangriff vor. Mehrere Feuerwehrleute standen dabei unter Atemschutz bereit. Um die Situation genauer einschätzen zu können, untersuchten die Einsatzkräfte die Ladung mehrfach. Dabei nutzten sie unter anderem eine Wärmebildkamera, mit der sich erhöhte Temperaturen und mögliche Hitzestellen erkennen lassen. Auch die Polizei war während des Einsatzes vor Ort. Im weiteren Verlauf sprach der Einsatzleiter mit dem Eigentümer des Fahrzeugs. Dabei stellte sich heraus, dass der Lastwagen frische Kohle geladen hatte. Nach Angaben der Feuerwehr kann diese unter bestimmten Bedingungen sichtbaren Dampf entwickeln, ohne dass tatsächlich ein Brand vorliegt.
Warum frische Kohle qualmt und sich erwärmen kann
Hinter dem Phänomen steckt ein chemischer Prozess. Frisch geförderte Kohle reagiert mit dem Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Durch diese sogenannte Oxidation entsteht Wärme, wodurch sich die Kohle erwärmen kann. Bei kühler und feuchter Witterung wird die entweichende Feuchtigkeit als Dampf sichtbar. Während des Feuerwehreinsatzes in Cottbus regnete es zudem leicht.
Allerdings kann die Erwärmung unter ungünstigen Bedingungen auch gefährlich werden. Feuchtigkeit, beispielsweise durch Regen, kann die Oxidation der Kohle fördern und damit den Temperaturanstieg weiter begünstigen. Wenn die entstehende Wärme nicht ausreichend entweichen kann, steigt die Temperatur im Inneren der Kohleladung möglicherweise immer weiter an. Im Extremfall kann dies zu einer Selbstentzündung führen. Deshalb ist es bei solchen Einsätzen wichtig, mögliche Hitzestellen innerhalb der Ladung zu erkennen und die tatsächliche Brandgefahr einzuschätzen. Eine Wärmebildkamera hilft der Feuerwehr dabei, auffällige Temperaturbereiche aufzuspüren.
Im konkreten Fall in Cottbus-Ströbitz gab die Einsatzleitung nach den Kontrollen Entwarnung. Trotz der sichtbaren Dampfentwicklung bestand nach ihrer Einschätzung kein Handlungsbedarf. Die vorbereiteten Löschmaßnahmen waren damit nicht erforderlich. Nach rund 45 Minuten beendete die Feuerwehr den Einsatz in der Ernst-Barlach-Straße.
Red. / Presseinformation
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
ZeitarbeitBewerbung bis 31.10.Kraftfahrer CE (m/w/d)ZAC Personalservice GmbH · SenftenbergZur Stelle →Alle 415 Stellen in Südbrandenburg →Bild: Luca W. & Darian H. / brandenburg.media















