Der mobile Bürgerservice in den Ortsteilen von Königs Wusterhausen kommt vorerst nicht. Die Stadtverordneten lehnten am Montag sowohl die nötige Personalstelle als auch den Nutzungsvertrag für das Fahrzeug der Gemeinde Heideblick ab. Die Stadt hatte das Angebot seit Ende Juni getestet.
Personalstelle für den Bürgerservice abgelehnt
Bei der Änderung des Stellenplans stimmten die Stadtverordneten einzeln ab. Die Freigabe einer bisher gesperrten Stelle für den mobilen Bürgerservice scheiterte mit 11 Ja- zu 18 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen. Den Nutzungsvertrag mit Heideblick ab dem 1. November lehnten sie mit 11 zu 16 Stimmen bei 6 Enthaltungen ab. Laut Vorlage war die Stelle Voraussetzung: Das Fahrzeug sollte nur fahren, wenn im Bürgerservice fünf Beschäftigte da sind, damit die Sprechzeiten im Rathaus in der Schlossstraße abgesichert bleiben.
Zugestimmt haben die Stadtverordneten dagegen einer zweiten Stelle für den vorbeugenden Brandschutz in der Feuerwehrverwaltung mit 28 zu 3 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Eine weitere Stelle wird für das Standesamt umgewandelt.
Testphase mit dem Fahrzeug aus Heideblick
Die Gemeinde Heideblick setzt das Fahrzeug in ihren eigenen Ortsteilen ein. Königs Wusterhausen hatte es für eine Testphase gemietet, der Vertrag läuft laut Vorlage bis 31. Oktober. Im Fahrzeug gibt es einen Arbeitsplatz für Pass- und Ausweisanträge, Führungszeugnisse, Fundsachen und schriftliche Anliegen. Bezahlt werden kann nur mit Karte, vorläufige Ausweise und Pässe sind dort nicht möglich. Das Fahrzeug ist laut Vorlage nicht barrierefrei.
In der ersten Testphase bis Mitte Juli zählte die Stadt 23 gebuchte Termine und 14 Besucher ohne Termin, unter anderem in Zeesen, Kablow, Wernsdorf, Niederlehme und Zernsdorf. Zwei Einsätze in Diepensee und Senzig fielen wegen fehlenden Personals aus. Zum Vergleich: Im Bürgerservice im Rathaus wurden im Juni 1.667 Wartemarken gezogen.
ZeitarbeitBewerbung bis 31.10.Anlagenmechaniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik (m/w/d)ZAC Personalservice GmbH · GroßräschenZur Stelle →Alle 408 Stellen in Südbrandenburg →Kosten für den mobilen Bürgerservice
Für den Dauerbetrieb rechnete die Verwaltung mit Personalkosten von rund 1.830 Euro im Monat für zwei Mitarbeitende, die jeweils 40 Stunden im Monat im Einsatz sind, dazu rund 500 Euro Sachkosten aus dem Nutzungsvertrag. Geplant waren Sprechstunden von zwei bis drei Stunden in den Ortsteilen, möglichst mit vorheriger Terminvergabe. Wie es mit dem Angebot in den Ortsteilen weitergeht, geht aus den Beschlüssen nicht hervor. Die Unterlagen sind im Ratsinformationssystem der Stadt abrufbar.
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Red.











