In Schwarzheide sind am Donnerstag Förderbescheide aus dem Bundesprogramm STARK an vier Projekte aus der Lausitz übergeben worden. Rund 300 Gäste kamen ins BASF-Kulturhaus zum Netzwerktreffen „STARKe Projekte in der Lausitz“, erstmals stellten Brandenburg und Sachsen ihre Vorhaben gemeinsam vor.
Vier Projekte erhalten Bescheide aus dem Programm STARK
Die Präsidentin des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Dr. Mandy Pastohr, übergab die Bescheide im Beisein der Chefin der Brandenburger Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, und des sächsischen Staatssekretärs für Infrastruktur und Landesentwicklung, Sören Trillenberg. Geld bekommen die Geschäftsstelle des Net Zero Valley Lausitz, das Projekt „UNESCO 5“, das die Lausitzer UNESCO-Stätten als Perlen einer nachhaltigen Entwicklung verbinden will, das Smart Mobility Lab als Akteur für Bildung und Technologietransfer sowie das Projekt „TRAIL – Transfer und Innovationen für die Lausitz“. Die Höhe der einzelnen Summen nennt die Mitteilung der beiden Landesregierungen nicht.
Vorgestellt wurden außerdem bereits geförderte Vorhaben, etwa zur Wärmetransformation in der Region Spremberg, Hoyerswerda und Weißwasser, zum Net Zero Valley Lausitz, zum Einstein-Teleskop, zur touristischen Entwicklung des Lausitzer Seenlandes und zum Projekt „Jugend bewegt Regionen“. Auch die Rückkehrerinitiative Comeback Elbe-Elster stellte sich vor, gemeinsam mit weiteren Partnern aus dem Verbund der Lausitzer Initiativen für Rückkehr und Zuzug, darunter „Heeme fehlste!“ aus Spremberg. Das Treffen sei auch eine Gelegenheit gewesen, neue Pläne zu schmieden, schrieb die Spremberger Initiative danach auf Facebook.
Ministerin Schneider sieht Wandel nur gemeinsam
„Der Wandel in der Lausitz gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort, die ihre Region kennen und gestalten wollen“, sagte Ministerin Kathrin Schneider. „Besonders wichtig ist uns, dass die geförderten Projekte auf echte Bedarfe reagieren.“ BAFA-Präsidentin Pastohr verwies auf die Breite des Programms: „Das Programm fördert unter anderem Innovationen und neue Geschäftsmodelle, Bildungsangebote sowie Projekte, die kulturelle Identität stärken.“ Staatssekretär Trillenberg sagte: „Strukturwandel lässt sich nicht allein gestalten: Es braucht das Wissen, die Ideen und das Engagement vieler regionaler Akteure.“
59 Projekte in der Brandenburger Lausitz bewilligt
Das Bundesprogramm STARK steht für „Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“. Es unterstützt seit 2020 vor allem nicht-investive Vorhaben, etwa in Bildung, Fachkräftesicherung, Kultur, Bürgerbeteiligung und Daseinsvorsorge. Für das brandenburgische Lausitzer Revier stehen aus STARK 469,6 Millionen Euro bereit, bisher wurden 59 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 180,6 Millionen Euro bewilligt. Im sächsischen Teil der Lausitz sind es 361,0 Millionen Euro, dort wurden 93 Projekte mit insgesamt 146 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt stehen der Brandenburger Lausitz bis 2038 Strukturstärkungsmittel von 10,32 Milliarden Euro zur Verfügung. Ausgerichtet hat das Treffen die Wirtschaftsregion Lausitz, bereits zum vierten Mal und erstmals mit Gästen aus Sachsen.
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