Für den FC Energie Cottbus geht es nach der Länderspielpause weiter: Am Samstag (10. Oktober) tritt der Aufsteiger am 7. Spieltag der 2. Bundesliga beim SV Darmstadt 98 an. Vor der Reise nach Hessen zeigte sich Trainer Pelé Wollitz zufrieden mit dem Zustand seiner Mannschaft – und warnte zugleich eindringlich davor, den Gegner zu unterschätzen.
Nationalspieler als „Nische“ für den Standort
Personell kann Energie nahezu aus dem Vollen schöpfen. Trainer Pelé Wollitz zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem Zustand der Mannschaft nach der Pause: Die Nationalspieler seien gesund und mit vielen Spielminuten zurückgekehrt. Einzelne grippale Infekte zuletzt seien „in dieser Jahreszeit normal“.
Dass gleich vier seiner Spieler für ihre Nationalmannschaften aufliefen, wertet Wollitz als Pfund für den Verein. „Wenn man sieht, welches Alter die haben und welche Perspektive – das ist für einen Standort wie Cottbus außergewöhnlich“, so der Trainer. Darin sieht er ein Zukunftsmodell: Junge Spieler sollen sich in Cottbus entwickeln, damit der Klub für andere Vereine als Ausbildungsstandort interessant wird. „Wir können uns diese Spieler sonst nicht leisten“, sagte Wollitz offen. Entwickle man Talente erfolgreich weiter, lasse sich „das eine oder andere Leihgeschäft“ einfädeln.
Zugleich bremste er die Erwartungen: „Wir haben 28 Spiele vor uns.“ Nach Marktwerten sei Energie „fast in jedem Spiel Außenseiter“, deshalb gehe es darum, „von Woche zu Woche verlässlicher und stabiler zu werden“ und am Ende genug Punkte für den Klassenerhalt zu holen.
Testspiel ohne Erkenntnisdruck
Das Testspiel während der Pause – ein 2:2 beim polnischen Meister Lech Poznań, bei dem Butler und Kinsombi trafen – ordnete Wollitz nüchtern ein: „Ein ordentliches Testspiel, mehr aber auch nicht.“ Wichtig sei vor allem Spielrhythmus gewesen, zumal man ohne die Nationalspieler und weitere Stammkräfte angetreten sei. Entscheidend: „Wir sind ohne jegliche Verletzung rausgegangen.“ Nun stehen sechs Spiele am Stück bis zur nächsten, kürzeren Pause an.
Warnung vor dem Gegner
Darmstadt hat den von vielen erwarteten Saisonstart bislang verpasst – zuletzt setzte es ein 1:5 in Wolfsburg, es war das sechste Spiel in Serie ohne Sieg. Für Wollitz ist das kein Grund zur Entspannung, im Gegenteil: Wer glaube, es gehe „ja nur gegen den unteren Teil der Tabelle“, der sei naiv. „Wenn man sieht, wer da spielt und was diese Spieler schon erreicht haben, sind wir auch in diesem Spiel Außenseiter.“ Dennoch fahre man nach Darmstadt, „um zu punkten – wie in Wolfsburg, wie gegen Karlsruhe, wie gegen St. Pauli“. In 90 Minuten sei alles möglich; wichtig sei, nach einem Rückschlag nicht das Selbstvertrauen zu verlieren: „Es gibt keinen Grund, nicht selbstbewusst zu sein.“
Cottbus selbst geht mit dem 1:1 gegen den FC St. Pauli aus dem letzten Spiel vor der Pause in die Partie. Anstoß am Böllenfalltor ist am Samstag – diesmal reist Energie per Flugzeug an.
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