Ende September schließt in der Calauer Innenstadt das Schreib- und Spielwarengeschäft Forwergck. Eröffnet wurde es 1884 – geführt hat es zuletzt die dritte Generation. Der Bürgermeister nimmt das zum Anlass für einen Appell.
Ein Geschäft seit 1884 in dritter Generation
Bekannt gemacht hat es Bürgermeister Marco Babenz in den Calauer Stadtnachrichten. Das Geschäft in der Cottbuser Straße nennt er „eines der traditionsreichsten Geschäfte unserer Innenstadt“. Inhaber Andreas Forwergck führte es in dritter Generation.
142 Jahre sind eine lange Zeit für ein Ladengeschäft. Eine öffentliche Begründung für die Schließung gibt es nicht, und ein genaues Datum für den letzten Verkaufstag nennt die Stadt bislang ebenfalls nicht.
Was der Bürgermeister daraus ableitet
Babenz belässt es nicht beim Bedauern. „Ohne Impulse für unsere Innenstadtentwicklung kann dessen Attraktivität nicht gehalten werden“, schreibt er. „Es braucht neue Ideen und Formate.“
Bemerkenswert daran ist die Richtung. Dieser Satz zur Calauer Innenstadt steht nicht in einem Strategiepapier, sondern in einer Kolumne an alle Haushalte – zusammen mit der Feststellung, dass Calau beim Einzelhandel „gut aufgestellt“ sei. Beides zugleich zu sagen, ist ungewöhnlich offen.
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Eine Befragung soll Hinweise liefern
Konkret wirbt der Bürgermeister für die Teilnahme an der Umfrage „Vitale Innenstädte“ des Instituts für Handelsforschung Köln. An mehreren Terminen im September sind dafür Interviewer in der Stadt unterwegs und nehmen Hinweise auf. Die Ergebnisse sollen nach seinen Worten die künftige Arbeit prägen.
Solche Befragungen laufen bundesweit und erlauben den Vergleich mit anderen Kommunen – also die Einordnung, ob die Calauer Innenstadt besser oder schlechter dasteht als ähnlich große Städte. Wir haben bei der Stadt nachgefragt, an welchen Tagen und Standorten die Interviewer noch unterwegs sind.
Auf dem Marktplatz wird derweil nachgelegt
Wenige Schritte weiter tut sich in der Calauer Innenstadt derweil etwas anderes. Der Brunnen im alten Röhrkasten auf dem Marktplatz sprudelt seit 25 Jahren; zum Jubiläum bekommt er zwei neue Sitzgelegenheiten daneben, angeordnet um quadratische Pflanzschalen, die bepflanzt werden sollen.
Und zum Weihnachtsmarkt am zweiten Adventwochenende hat die Stadt ein Luxusproblem: Gleich fünf Weihnachtsbäume wurden ihr kostenfrei angeboten. Welcher davon den Marktplatz schmückt, will Babenz noch nicht verraten.
Die vollständige Ausgabe steht in den Calauer Stadtnachrichten, Nummer 9/2026.
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Red. / Presseinformation








