Die Ausstellung „Zwischen Zeiten“ in der Alten Segeltuchfabrik Cottbus ist eröffnet. Rund 250 Gäste kamen am Freitagabend. Aus geplanten 480 Fotografien sind inzwischen mehr als 500 geworden. Zu sehen ist die Schau bis zum 9. November.
Drei Reden und ein Duo an diesem Abend
Zur Eröffnung sprachen Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei Brandenburg, GWC-Geschäftsführer Sebastian Herke sowie Thomas Klatt. Für die Musik sorgte das Duo LeDazzo. Die Gespräche reichten nach Angaben des Veranstalters bis in die Abendstunden.
Ausstellungsleiter Heiko Straehler-Pohl dankte ausdrücklich Lars Katzmarek, der das Projekt maßgeblich unterstützt habe.
„Ich bin überwältigt von der Anzahl der Leute, die heute hier gekommen ist“, sagte er am Abend. „Und ich freue mich, dass Jung und Alt da ist.“ Der Zuspruch zeige, „wie spannend dieser Spagat zwischen Vergangenheit, Gegenwart und auch ein Stück weit Zukunft der Lausitz ist – gerade im Bereich der Fotografie“.
Ein Rundgang durch die Ausstellung
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Vor den Fotografien wurde lange diskutiert
Auffällig war für die Veranstalter, wie intensiv vor den Fotografien gesprochen wurde: Wer ist zu sehen, wo wurde das aufgenommen, wann war das? Genau dazu will die Ausstellung einladen – den Wandel der Lausitz im Dialog zweier Fotografen neu zu entdecken.
Dass es so kommt, ist Absicht. Auf große Beschilderung hat das Team bewusst verzichtet. „Zum einen wegen des Umfangs, zum anderen aber auch, weil die Leute davor stehen und sagen sollen: Ah, guck mal, das ist doch hier“, erklärt Straehler-Pohl. „Und dann hört man von der Seite: Weißt du, wenn du da um die Ecke gehst und hochguckst, dann siehst du das.“
Gewirkt hat das offenbar schon vor der Eröffnung. „Da lief ein Mann rum, und ich hörte nur aus einem Gang weiter: Boah, krass“, erzählt der Kurator. Schöner sei die Schau ohnehin in Begleitung – „weil man selbst dabei war und jemand Jüngerem etwas erzählen kann“.
Die beiden Fotografen, deren Arbeiten die Schau gegenüberstellt, sind Erich Schutt (1931–2023), der seit den 1950er-Jahren als Fotoreporter der Lausitzer Rundschau arbeitete, und Martin Maleschka, Jahrgang 1982, der sich mit dem laufenden Strukturwandel beschäftigt. Geplant waren 480 Aufnahmen auf 650 Quadratmetern. Geworden sind es mehr: über 500, nach Angaben des Kurators wahrscheinlich 550. ->> Hier weiterlesen
Die Schau reicht bis nach Hoyerswerda
Räumlich geht die Ausstellung über Cottbus hinaus. „Sie umfasst die ganze Niederlausitz, und wir gehen zum Teil auch in die Oberlausitz. Hoyerswerda ist dabei“, sagt Straehler-Pohl. Das sei von Anfang an das Ziel gewesen: „dass wir jetzt nicht nur Cottbus zeigen, nur Lübben oder nur Kraftwerke, sondern wirklich versuchen, Orte zu zeigen, an denen ich vielleicht selbst noch nicht war“.
Einen Schwerpunkt hebt er hervor: Die Kraftwerksaufnahmen von Martin Maleschka seien „sehr exklusiv und wirklich ein Höhepunkt der Ausstellung – auch wenn es nicht alles positive Gefühle sind, die ausgelöst werden“.
Zwei Podiumsrunden noch in diesem Monat
Das Rahmenprogramm beginnt mit zwei Diskussionen. Der Eintritt ist frei.
Wann die Ausstellung in Cottbus geöffnet hat
„Zwischen Zeiten“ ist bis zum 9. November in der Alten Segeltuchfabrik in der Wilhelm-Külz-Straße 15 auf dem ROTEC-Gelände zu sehen. Geöffnet ist donnerstags und freitags von 16 bis 18 Uhr sowie samstags von 13 bis 16 Uhr.
Hinter der Ausstellung steht der Verein FarbFluss gemeinsam mit der Kunsthalle Lausitz und dem Fotografen Martin Maleschka. Gefördert wird das Projekt aus dem Projektfonds Kulturplan Lausitz mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des brandenburgischen Kulturministeriums.
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Red. / Presseinformation
Fotos: NIEDERLAUSITZ aktuell















