Am Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg soll eine Rückkehr in das Schulgebäude schrittweise vorbereitet werden. Wie der Landkreis Elbe-Elster mitteilte, laufen die Untersuchungen der Raumluft weiter – mit dem Ziel, nach und nach zusätzliche Räume für den Unterricht freizugeben. Bis dahin läuft der Präsenzunterricht wie bisher in Ausweichräumen. Die für Dienstag geplante Messung der Raumluft ist inzwischen erfolgt. Auf Grundlage der bisherigen Ergebnisse wurden zusätzliche Messpunkte festgelegt, an denen am kommenden Freitag erneut gemessen wird. Die weiteren Messungen sollen auch dazu dienen, gegebenenfalls einzelne Räume im Schulgebäude vorzeitig wieder freigeben zu können. Mit den Ergebnissen rechnet der Landkreis frühestens Ende der kommenden Woche. Auslöser war ein Problem mit der Raumluft: Bei einer Grundreinigung Ende August waren im Gymnasium Geruchsauffälligkeiten festgestellt worden, woraufhin die Schule zum Schuljahresbeginn nicht regulär öffnen konnte.
Unterricht in sechs Schulräumen und Ausweichquartieren
Bereits jetzt können sechs Räume im Gymnasium genutzt werden, die von der Sperrung nicht betroffen sind. Ergänzend stehen Räume der Kreisverwaltung und der Stadt Herzberg zur Verfügung – darunter die Beratungsräume der Kreisverwaltung in der Nordpromenade, der Ludwig-Jahn-Straße und der Grochwitzer Straße. So kann der Präsenzunterricht trotz der Einschränkungen aufrechterhalten werden.
Schul- und Elternkonferenz am Montag
Über den aktuellen Stand informierte der Landkreis auch die Schulgemeinschaft: Am Montag fand eine kombinierte Schul- und Elternkonferenz unter Leitung von Schulleiterin Dr. Barbara Pietzonka statt. Daran nahmen Vertreter der Eltern- und Schülerschaft, des Lehrerkollegiums sowie Landrat Marcel Schmidt und weitere Vertreter des Kreises teil. Im Mittelpunkt standen die aktuelle Lage am Gymnasium und die weitere Organisation des Unterrichts.
„Wir unternehmen gemeinsam alles, was möglich ist, damit die Schülerinnen und Schüler weiterhin gute Bedingungen für ihren Unterricht haben und ihre Ausbildung ohne unnötige Unterbrechungen fortsetzen können“, sagte Schmidt. Zugleich arbeite man daran, dass der Unterricht „so bald wie möglich“ wieder am Gymnasium selbst stattfinden könne. Dafür würden die weiteren Untersuchungsergebnisse sorgfältig ausgewertet.
Worum es geht
Auslöser war ein Problem mit der Raumluft: Bei einer Grundreinigung Ende August waren im Gymnasium Geruchsauffälligkeiten festgestellt worden, woraufhin die Schule zum Schuljahresbeginn nicht regulär öffnen konnte. Messungen des TÜV Nord ergaben später, dass Richtwerte für flüchtige organische Verbindungen (VOC) überschritten wurden – solche Stoffe können unter anderem aus Baumaterialien, Farben oder Reinigungsmitteln ausgasen. Seither ist ein Teil des Gebäudes gesperrt, der Unterricht wurde auf mehrere Standorte verteilt. Die laufenden Messungen sollen nun klären, welche Räume wieder gefahrlos genutzt werden können.
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