Ein vierköpfiges Team hat den 35 Kilogramm schweren Anker sowie die 50 Meter lange und rund 200 Kilogramm schwere Ankerkette der „Wilden Ilse“ aus dem Großräschener See geborgen. Wie die Stadt Großräschen mitteilte, war der Anker nach einer Havarie in etwa 15 Metern Tiefe in der Fahrrinne festgeraten und hatte sich in einem unter Wasser liegenden Baum samt Ästen verhakt. Nachdem die genaue Position bestimmt worden war, gingen zwei Taucher ins Wasser, während zwei weitere Helfer den Einsatz von einem Sicherungsboot aus begleiteten. Aufgewirbelte Sedimente erschwerten die Arbeiten unter Wasser zusätzlich. Anker und Kette wurden anschließend dem Lausitzer Schifffahrtsverein e. V. übergeben und sollen wieder am historischen Fahrgastschiff von 1938 befestigt werden.
Taucher bergen Anker der „Wilden Ilse“ aus dem See
Der Anker hatte sich nach Angaben der Stadt in einem unter Wasser liegenden Baum samt Ästen verhakt und konnte deshalb nicht mehr maschinell gehoben werden. Die genaue Position des Ankers konnte Daniel Engler, Mitglied des Ilseseesportvereins, bestimmen. Anschließend übernahmen Gerd Kockejei und sein Tauchbuddy Lutz Kolanowski die Bergung unter Wasser. Daniel Engler und Domenic Förster unterstützten den Einsatz vom Sicherungsboot aus und sicherten die beiden Taucher von der Oberfläche. Laut Stadt kommt ein Alleintauchgang bei einem solchen Einsatz aus Sicherheitsgründen nicht infrage. Einsätze dieser Art müssen sorgfältig vorbereitet werden. Zusätzlich erschwerten aufgewirbelte Sedimente die Arbeit unter Wasser.
35-Kilo-Anker und schwere Kette wieder an Land
Schließlich konnte das Team sowohl den 35 Kilogramm schweren Anker als auch die 50 Meter lange und rund 200 Kilogramm schwere Ankerkette bergen. Anschließend wurden beide dem Lausitzer Schifffahrtsverein e. V. übergeben. Für Gerd Kockejei war es laut Pressemitteilung bereits der zweite Anker, den er im Laufe seiner „Taucherkarriere“ erfolgreich geborgen hat. Bei einer Bergung im Senftenberger See hatte die Sichtweite nahe der Fahrrinne am Untergrund nur rund zehn Zentimeter betragen. Im Großräschener See waren die Bedingungen nach Angaben der Stadt etwas günstiger. Dennoch bleibt die Suche nach Gegenständen unter Wasser anspruchsvoll. Der Großräschener See ist an seiner tiefsten Stelle etwa 47 Meter tief. Gerd Kockejei ist Unternehmer aus Freienhufen und Professional Assistant Instructor beim Tauchverband SSI. Nach Angaben der Stadt plant er, in der kommenden Saison ein Tauchcenter zu eröffnen. Die dafür notwendigen Anträge hat er bereits eingereicht.
Original-Anker soll zurück an die „Wilde Ilse“
Uwe Gabbert und Thomas Zenker vom Lausitzer Schifffahrtsverein e. V. freuten sich laut Stadt darüber, dass der Original-Anker wieder am historischen und gut restaurierten Fahrgastschiff von 1938 befestigt werden kann.
Die „Wilde Ilse“ bietet öffentliche Rundfahrten über den Großräschener See an. Dabei geht es unter anderem vorbei an der „Weißen Stadt“ Großräschen, den IBA-Terrassen, dem Weinberg, der Seebrücke, dem Ilse-Kanal mit den orangen Stelen und dem Naturschutzgebiet Ilse-Weiher. Nach Angaben der Stadt ist die „Wilde Ilse“ derzeit das einzige Schiff, das durch die Überleiter zu den Nachbarseen passt. Zuletzt wurde zudem in eine Bordtoilette investiert.
Die öffentlichen Fahrten finden laut Pressemitteilung samstags und sonntags jeweils um 13:30 Uhr und um 15:00 Uhr statt. Darüber hinaus sind Charterfahrten für Gruppen auf Anfrage möglich. Tickets sind in der Touristinformation Großräschen, bei iba-aktiv-tours oder online erhältlich.
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Red. / Presseinformation
Bild: Stadt Großräschen




