Im Spremberger Ortsteil Cantdorf hat die aufwendige Renaturierung des Wiesenteichs begonnen. Wie die Stadt Spremberg mitteilte, soll das über Jahre verlandete Gewässer in den kommenden Monaten umfassend saniert und ökologisch aufgewertet werden. Ziel ist es unter anderem, den Lebensraum für Tiere zu verbessern, die Verlandung dauerhaft zu bremsen und den Wasserrückhalt zu erhöhen. Die Maßnahme wird mit rund 4,32 Millionen Euro vollständig aus Fördermitteln von Bund und Land finanziert.
Renaturierung des Cantdorfer Wiesenteichs gestartet
Mit dem offiziellen Baustart hat am Mittag die Renaturierung des Wiesenteichs in Cantdorf/Konopotna begonnen. Nach Angaben der Stadt Spremberg soll das stark verkrautete und verlandete Gewässer in den kommenden Monaten und bis weit in das Jahr 2027 hinein umfassend saniert werden.
Bürgermeisterin Christine Herntier erklärte laut Pressemitteilung, dass der Beginn der Arbeiten das Ergebnis von rund 30 Jahren Planung sowie zahlreicher Bemühungen um Fördermittel und Unterstützung sei. Mit der Maßnahme solle ein wertvolles Biotop dauerhaft erhalten und ökologisch aufgewertet werden. Auch Angler warteten seit Jahren darauf, das Areal wieder nutzen zu können. Dafür bedankte sich Eberhard Brünsch vom Kreisanglerverein Spremberg bei der Stadt für ihren langen Einsatz.
Neue Lebensräume und besserer Wasserrückhalt geplant
Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die Entschlammung des Teiches und die Verhinderung einer weiteren Verlandung. Nach Angaben der Stadt sollen außerdem unterschiedliche Wassertiefenzonen zwischen einem und zwei Metern entstehen. Zusätzlich sind Inseln vorgesehen, die Vögeln während der Brutzeit geschützte Rückzugsorte bieten sollen.
Darüber hinaus soll die Renaturierung verschiedene Tier- und Pflanzenarten fördern. Gleichzeitig soll der Wasserrückhalt bei Niedrig- und Mittelwasser verbessert werden, um dauerhaft ausreichende Wassertiefen zu sichern.
Für die Arbeiten kommt ein Saugbagger zum Einsatz, der Schlamm und Sedimente aus dem Teich entfernt. Diese werden zunächst in einem nahegelegenen Sedimentationsbecken getrocknet. Nach Angaben der Stadt sollen die getrockneten Sedimente zwischen März und voraussichtlich Juli 2027 über den Amselweg abgefahren und entsorgt werden.
Bund und Land finanzieren das 4,32-Millionen-Euro-Projekt
Im Zuge der Renaturierung wird außerdem das Auslaufbauwerk des Teiches instandgesetzt. Ergänzend sind landschaftspflegerische Maßnahmen geplant. Dazu gehören Ersatzpflanzungen für notwendige Baumfällungen sowie das Aufstellen von Amphibien- und Reptilienschutzzäunen.
Nach Angaben der Stadt Spremberg belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 4,32 Millionen Euro. Das Projekt wird vollständig gefördert. Rund 80 Prozent der Kosten übernimmt der Bund über das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die übrigen 20 Prozent trägt das Land Brandenburg über das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz.
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Red. / Presseinformation




