Nach dem Feuer in der Außenstelle der Kreisverwaltung Elbe-Elster in Finsterwalde (->> wie berichtet) sitzt der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der 35-jährige Deutsche am Freitagvormittag einem Richter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Anschließend wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Das teilte die Polizei mit.
Mehrere Verletzte & Festnahme am Donnerstag
Polizei und Feuerwehr waren am Donnerstag kurz nach 8 Uhr in die Außenstelle des Landkreises in der Kirchhainer Straße gerufen worden. Nach Angaben der Polizei soll ein Mann dort zunächst eine Mitarbeiterin bedroht und anschließend in einem Büro ein Feuer gelegt haben. Die Feuerwehr löschte den Brand. Vier Mitarbeiterinnen mussten kurzzeitig ins Krankenhaus gebracht werden – teils mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung, teils unter Schock.
Die Polizei griff den 35-jährigen Tatverdächtigen in der Nähe auf und nahm ihn zunächst vorläufig fest. Das Gebäude wurde für die Spurensicherung gesperrt. Nach Angaben der Staatskanzlei richten sich die gemeinsamen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei gegen den Mann wegen des Verdachts der versuchten Tötung. Zum Motiv ist bislang nichts bekannt.
Standort bleibt bis Montag geschlossen
Der Dienstbetrieb am Standort Finsterwalde bleibt vorerst eingestellt. Bis einschließlich Montag, 20. Juli, entfallen sämtliche Sprechzeiten und bereits vereinbarte Termine. Betroffen sind das Straßenverkehrsamt, das Amt für Bildung, Jugend, Soziales und Kultur, das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz sowie das Gesundheitsamt. Wann der Standort wieder für den Besucherverkehr öffnen kann, ist laut Landkreis noch offen und hängt von den weiteren Untersuchungen sowie der Schadensbewertung ab.
Weitere Polizeimeldungen aus Elbe-Elster:
Herzberg: Die Polizei wurde am Donnerstagmittag in die Schliebener Straße gerufen. Der Unfallverursacher war auf ein stehendes Fahrzeug aufgefahren und hatte sich dabei selbst verletzt. Die Beamten erkannten die Person wieder – erst eine halbe Stunde zuvor hatte diese Person einen weiteren Verkehrsunfall verursacht. Aufgrunddessen wurde der Führerschein des 61-Jährigen zunächst beschlagnahmt. Für weitere Untersuchungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht.
Finsterwalde: Polizeibeamte wollten Donnerstagnachmittag in der Straße „Langer Damm“ eine Verkehrskontrolle bei einem E- Scooter durchführen, weil an dem Fahrzeug kein Versicherungskennzeichen angebracht war. Der Fahrer versuchte jedoch, vor den Beamten zu flüchten. Nachdem er gestellt wurde, konnten gleich mehrere Verstöße festgestellt werden: keine bestehende Versicherung für das Fahrzeug, Fahrer vermutlich unter Drogeneinfluss und ein vor zwei Wochen gestohlener Roller. Außerdem war das Fahrzeug technisch so verändert, dass es aufgrund der möglichen Geschwindigkeit einen Führerschein für den jeweiligen Fahrer fordert. Auch diesen konnte der Fahrzeugführer nicht vorzeigen. Foglich wurde eine beweissichere Blutentnahme durchgeführt. Den Täter erwarten jetzt mehrere Anzeigen. Das Fahrzeug wurde zur technischen Überprüfung sichergestellt, ehe es wieder an den ursprünglichen Eigentümer übergeben werden kann.
Finsterwalde: Auf der Dresdener Straße führten Polizeibeamte am Freitag, kurz nach Mitternacht, eine Verkehrskontrolle bei einem VW durch. Bei dem 37-jährigen Fahrer konnte bei der Überprüfung der Fahrtauglichkeit eine Alkoholisierung festgestellt werden. Im Zuge des beweissicheren Atemalkoholtests in der Wache, ist ein Wert von 0,6 Promille gemessen worden. Das Resultat: Weiterfahrt untersagt und Ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt.
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Red. / Presseinformation



