Das Instandhaltungswerk für Güterwaggons in Großräschen wird zum 31. Dezember diesen Jahres geschlossen. Wie die VTG GmbH dazu mitteilte, wurden die Beschäftigten bereits über die Entscheidung informiert. Das Werk war erst im April 2024 in Betrieb gegangen. Nach Angaben des Unternehmens hätten sich die erwartete Auslastung und die wirtschaftlichen Perspektiven aufgrund veränderter Marktbedingungen allerdings nicht wie erhofft entwickelt. Betroffen sind alle 33 Mitarbeiter am Standort. Die geplante Schließung des Werks beschäftigt auch die Stadt. Wie die Verwaltung auf Anfrage von Niederlausitz aktuell mitteilte, steht Großräschen seit der Bekanntgabe in engem Kontakt mit VTG und will gemeinsam mit weiteren Akteuren nach Lösungen für den Standort und die Beschäftigten suchen.
VTG-Schließung zum Jahresende beschlossen
Die VTG GmbH wird den Betrieb ihres Instandhaltungswerks für Intermodalgüterwagen in Großräschen zum 31. Dezember 2026 einstellen. Nach Angaben des Unternehmens ging der Entscheidung eine umfassende Prüfung verschiedener Zukunftsoptionen für den Standort voraus.
Das Werk war während einer Phase hoher Nachfrage im Intermodalverkehr geplant worden und nahm im Jahr 2024 den Betrieb auf. Wie VTG erklärte, hätten sich die erwartete Auslastung und die wirtschaftlichen Perspektiven für einen langfristigen Betrieb aufgrund veränderter Marktbedingungen jedoch nicht wie erhofft entwickelt.
„Die Entscheidung zur Schließung des Werks in Großräschen ist uns außerordentlich schwergefallen“, erklärte Thomas Jäger, CEO Production bei VTG, in einer Pressemitteilung. Der Standort sei mit großen Erwartungen, viel Engagement und einem klaren Nachhaltigkeitsanspruch aufgebaut worden. Nach sorgfältiger Prüfung habe sich jedoch gezeigt, dass ein wirtschaftlich tragfähiger Weiterbetrieb unter den aktuellen und absehbaren Marktbedingungen nicht möglich sei.
Stadt sucht Lösung für Standort & Beschäftigte
Auch die Stadt Großräschen begleitet die angekündigte Werksschließung eng. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage von Niederrlausitz aktuell mitteilte, steht die Stadt seit der Bekanntgabe am Montag in engem Kontakt mit den Akteuren der VTG. Ziel sei es, für den Standort und die 33 Beschäftigten eine Lösung zu finden.
Bürgermeister André Lehnick steht dazu nach Angaben der Stadt im Austausch mit Landtagsabgeordneten sowie mit Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement. Die Stadt hatte die Neuansiedlung des Werks damals unter anderem durch Unterstützung bei der Flächensuche, in Antragsverfahren und durch Netzwerkarbeit begleitet.
Mit Rückforderungen rechnet die Stadt nach derzeitigem Stand nicht. Für eine mögliche Nachnutzung der Hallen und Gleisanlagen gebe es aktuell noch keine abschließend festgelegten Pläne. Die Stadt wolle die weiteren Entwicklungen eng begleiten.
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Red. / Presseinformation




