Im Landkreis Elbe-Elster hat Marcel Schmidt am heutigen Montag offiziell seine Arbeit als neuer Landrat aufgenommen. Der erste Tag im Kreishaus war von internen Abstimmungen und Gesprächen geprägt. Gleichzeitig zeichnet sich bereits ab, welche Themen der neue Verwaltungschef in den Fokus rücken will. Im Videotalk mit NLaktuell äußert sich Schmidt zudem zu Führungsstil, Prioritäten und ersten Schritten. Besonders die Bereiche Haushalt, Wirtschaft und medizinische Versorgung stehen im Mittelpunkt. ->> Hier anschauen.
Marcel Schmidt beginnt als Landrat und setzt erste Schwerpunkte
Haushalt, wirtschaftliche Entwicklung und die medizinische Versorgung im Landkreis nennt Marcel Schmidt als zentrale Themen zum Start seiner Amtszeit. „Wirtschaftsthema, Finanzen, Haushalt ist ein ganz großes Thema“, sagte er gegenüber Niederlausitz aktuell. Auch die Krankenhausdebatte zählt für ihn zu den prioritären Aufgaben. Ziel sei es, „unsere Kliniklandschaft für die nächsten 8 bis 10 Jahre stabil“ zu halten und eine verlässliche Grund- und Notfallversorgung sicherzustellen. Wie der Landkreis mitteilte, begann Schmidt seinen ersten Arbeitstag im Kreishaus in Herzberg (Elster) mit organisatorischen Abstimmungen. Es folgten Gespräche innerhalb der Verwaltung sowie mit der Verwaltungsleitung zu aktuellen Themen. Am Nachmittag standen Terminplanung und erste Arbeitsschwerpunkte im Mittelpunkt. Zudem nahm er an einer Arbeitsgruppe zur Haushaltsplanung teil.
„Ich möchte von Beginn an transparent, strukturiert und gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten. Verwaltung muss für die Menschen da sein und konkrete Lösungen liefern“, erklärte Schmidt laut Landkreis. Bereits vor dem Amtsantritt habe es zahlreiche Gespräche gegeben. „Ab dem Tag der Wahl sind für mich schon als designierter Landrat viele Termine gelaufen“, sagte Schmidt. Er habe Gespräche mit Bürgermeistern, Amtsdirektoren, Unternehmen sowie Bürgern geführt. Für die kommenden Wochen kündigt Schmidt an, die Strukturen der Kreisverwaltung umfassend kennenzulernen. „Ich möchte vom Dezernenten bis zur Reinigungskraft jede Person, die bei uns im Haus ist, herzlich willkommen heißen“, so Schmidt. Seinen Führungsstil beschreibt er als offen, zugleich aber zielorientiert. „Gibt es brisante Themen, dann bin ich ein Vier-Augen-Mensch, der im Vier-Augen-Prinzip gerne Themen löst.“
Weitere Themen sieht Schmidt im Bürokratieabbau sowie in der Fachkräftesicherung. Er verwies darauf, dass Verwaltungsprozesse teilweise aufwendig seien und künftig überprüft werden sollen. Gleichzeitig betont er die Bedeutung regionaler Unternehmen. „Wir dürfen keine Betriebe verlieren“, sagte er und verwies auf Handwerk und Mittelstand. In diesem Zusammenhang brachte er auch die Idee einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft ins Gespräch.
„Meine Partei ist der Landkreis“
Zur politischen Einordnung erklärte Schmidt gegenüber Niederlausitz aktuell: „Ich habe nie vor, in eine Partei einzutreten. Parteipolitik sind für mich parteipolitische Zwänge.“ Stattdessen wolle er „Sachpolitik für den Landkreis“ machen. Für die ersten Wochen im Amt setzt Schmidt auf Gespräche und Einblicke in die Verwaltung. Sein Terminkalender sei bereits bis Ende Juni gefüllt. Ziel sei es, auf dieser Grundlage konkrete Prioritäten für die weitere Arbeit festzulegen.
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Red.



