Anlässlich des Valentinstags am Samstag (14. Februar) warnen die Verbraucherzentrale und die Polizei des Landes Brandenburg vor Betrug bei der Partnersuche im Internet. Beim sogenannten „Love Scamming“ täuschen Kriminelle über gefälschte Profile Gefühle vor, um ihre Opfer finanziell zu schädigen.
Verbraucherzentrale und Polizei warnen vor Love Scamming
Zum Valentinstag machen die Polizei Brandenburg und die Verbraucherzentrale gemeinsam auf die Betrugsmasche Love Scamming aufmerksam. Dabei nutzen Kriminelle gezielt die Sehnsucht nach Nähe und Zweisamkeit aus. Über gefälschte Online-Profile täuschen sie Gefühle vor, um Betroffene finanziell zu schädigen.
Die Betrügerinnen und Betrüger erstellen dabei täuschend echte Profile und geben sich häufig als attraktive und erfolgreiche Singles aus. Um das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen, bauen sie schnell emotionale Nähe auf, machen viele Komplimente oder schildern dramatische Lebensgeschichten. Ein persönliches Treffen findet jedoch nicht statt und wird immer wieder unter Vorwänden verschoben.
Typische Vorgehensweisen der Liebesbetrüger
Statt eines Treffens folgen laut Verbraucherzentrale und Polizei häufig Bitten um Geld. Diese erfolgen etwa in Form von Geschenkkarten oder angeblichen Hilferufen wegen gestohlener Ausweispapiere, teurer Krankenhausaufenthalte oder Geschäftsreisen im Ausland. Ziel ist es, Betroffene schrittweise zu finanziellen Zahlungen zu bewegen.
„Eine rückwärtsgerichtete Bildersuche im Internet kann helfen, gestohlene Profilbilder oder Fotos aus Bilddatenbanken zu entlarven“, sagt Michèle Scherer, Digitalexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Auch immer neue Ausreden für das Verschieben geplanter Treffen gelten als deutliches Warnsignal.
Im Zweifel wird empfohlen, auf einen Video-Chat zu bestehen, um sich zumindest davon zu überzeugen, dass die Person existiert. Dies sei jedoch kein Beweis für Seriosität. Werden Geld, Geschenke oder sensible persönliche Daten wie Ausweiskopien oder Kontodaten verlangt, sollte der Kontakt kritisch hinterfragt und abgebrochen werden.
Empfehlungen zum Schutz und bei Verdachtsfällen
Polizei und Verbraucherzentrale raten dazu, verdächtige Kontakte konsequent zu melden und zu blockieren. Ist es bereits zu einem Betrugsversuch gekommen, sollten Betroffene den Kontakt sofort abbrechen und alle Chatverläufe sowie Belege, etwa zu Überweisungen, sichern.
Zudem wird empfohlen, sich Unterstützung im Familien- oder Freundeskreis zu suchen, da Außenstehende in emotional belastenden Situationen helfen können. Der Vorfall sollte unverzüglich bei der Polizei gemeldet werden. In Brandenburg ist dies über die Onlinewache oder bei jeder Polizeidienststelle möglich. Wurde bereits Geld überwiesen, wird eine sofortige Kontaktaufnahme mit der Hausbank empfohlen.
Für individuelle Fragen steht zudem die Beratung der Verbraucherzentrale Brandenburg zur Verfügung. Beratungen sind vor Ort, telefonisch oder per Videochat möglich. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich.
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Red. / Presseinformation




