Ein packendes Brandenburg-Derby mit vielen Wendungen und einem dramatischen Finale endete für den KSC ASAHI Spremberg am Wochenende mit einem Remis. Trotz Ausfällen und Verletzungen entwickelte sich ein hochklassiger Wettkampf gegen Potsdam. Besonders in der Schlussphase bewies das Team Kampfgeist und drehte beinahe die Partie. Am Ende stand eine Punkteteilung, die durchaus als leistungsgerecht eingeschätzt werden darf.
Brandenburg-Derby im Judo mit Spannung bis zum Schluss
Das Brandenburg-Derby zwischen dem KSC ASAHI Spremberg und dem Team aus Potsdam versprach bereits im Vorfeld ein Duell auf hohem Niveau. Viele Athleten kennen sich aus dem gemeinsamen Training am Potsdamer Stützpunkt. Dennoch mussten beide Mannschaften auf mehrere Kämpfer verzichten. Grund dafür waren bevorstehende Europameisterschaften sowie Verletzungen im Kader.
Der Wettkampf begann aus Spremberger Sicht denkbar ungünstig. Olympiastarter Enej Marinic musste seinen Kampf nach einer unglücklichen Landung verletzungsbedingt aufgeben. Viktor Becker konnte anschließend ausgleichen, während Abdusamad Abdullaev nur knapp im Golden Score unterlag. Kapitän Luc Meyer verlor seinen Kampf gegen Irakli Goginashvili, der laut Verein mit einem ungewöhnlichen Kampfstil agierte.
Vladi Stark verkürzte mit einem vorzeitigen Sieg, ehe Hannes Reusch gegen den Deutschen Meister Tim Schmidt unterlag. Vache Adamyan sorgte schließlich für den 4:3-Anschluss zur Pause. Wie der Verein mitteilt, führte neben dem knappen Zwischenstand auch die wachsende Verletztenliste zu Diskussionen innerhalb des Teams.

Starke Schlussphase sichert Spremberg ein Remis
Nach der Pause geriet Spremberg weiter unter Druck. Ein kampflos abgegebener Schwergewichtskampf bedeutete einen 5:3-Rückstand. Junioren-Europameister Nazar Viskov verkürzte schnell, doch Potsdam baute die Führung erneut aus. Zwischenzeitlich stand es 7:4 für die Gäste.
In der Schlussphase zeigte das Team aus Spremberg laut Pressemitteilung jedoch große Moral. Elija Ruben Märkt gewann seinen Kampf und verkürzte. Besonders hervorgehoben wurde der Einsatz von Vladi Stark, der gegen einen favorisierten Gegner einen überraschenden Sieg errang und auf 7:6 stellte.
Im letzten Kampf setzte Vache Adamyan den entscheidenden Punkt. Bereits nach wenigen Sekunden entschied er seinen Kampf für sich und sicherte damit das 7:7-Unentschieden. Der Jubel im Spremberger Lager fiel entsprechend groß aus.
Trainer Mike Göpfert sprach laut Mitteilung von einem „äußerst spannenden Match“ und bezeichnete die Punkteteilung als gerecht. Auch Vereinspräsident Dirk Meyer hob die geschlossene Teamleistung hervor und betonte insbesondere den Einsatz einzelner Athleten.
Für den KSC ASAHI Spremberg folgt nun eine kurze Pause im Bundesliga-Betrieb. In den kommenden Wochen sollen laut Verein internationale Wettkämpfe im Fokus stehen. Der nächste Heimkampf ist für den 13. Juni geplant. Austragungsort ist die Turnhalle Haidemühl, Beginn ist um 18 Uhr.
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Red. / Presseinformation




