Brandenburg bereitet die Einführung einer einheitlichen Ausbildung in der Pflegefachassistenz vor. Wie das Sozialministerium mitteilte, hat das Kabinett eine Änderung des Brandenburgischen Pflegeberufeumsetzungsgesetzes beschlossen. Damit sollen die bisherigen Ausbildungen in der Altenpflegehilfe sowie in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe zusammengeführt werden. Ziel ist es, die neue 18-monatige Ausbildung im Oktober 2027 an Brandenburgs Pflegeschulen zu starten. Sie soll Pflegefachkräfte entlasten und Auszubildenden einen niedrigschwelligen Einstieg in den Pflegeberuf ermöglichen, grundsätzlich mit Hauptschulabschluss oder gleichwertigem Abschluss. Unter bestimmten Voraussetzungen soll auch ein Zugang ohne Schulabschluss möglich sein. Sozialminister René Wilke verwies auf den wachsenden Personalbedarf in der Pflege und betonte, dass die neue Ausbildung auch Quereinsteigenden, jungen Menschen und bereits erfahrenen Helferinnen und Helfern eine berufliche Perspektive bieten könne.
Neue Ausbildung soll im Oktober 2027 starten
Mit dem Beschluss des Kabinetts wurden die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um die bundesweit einheitliche Pflegefachassistenzausbildung auch in Brandenburg umzusetzen. Die vom Bund beschlossene Reform sieht vor, die bisherigen Helferausbildungen in der Altenpflegehilfe sowie der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe in einer generalistischen Ausbildung zusammenzuführen.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums soll die neue Ausbildung 18 Monate dauern. Absolventinnen und Absolventen sollen künftig zusätzliche pflegerische Aufgaben übernehmen können, die bislang überwiegend Pflegefachkräften vorbehalten sind. Dadurch sollen Fachkräfte entlastet werden.
Voraussetzung für den Einstieg ist grundsätzlich ein Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss. Unter bestimmten Voraussetzungen soll nach Angaben des Ministeriums auch ein Zugang ohne Schulabschluss möglich sein.
Land reagiert auf steigenden Pflegebedarf
Sozialminister René Wilke erklärte laut Mitteilung, dass Brandenburg aufgrund der demografischen Entwicklung künftig zusätzliche Beschäftigte in der Pflege benötige. Die Vereinheitlichung der Pflegehilfeberufe sei ein weiterer Schritt, um die pflegerische Versorgung langfristig zu sichern.
Nach Angaben des Ministers sollen insbesondere eine gesicherte Ausbildungsvergütung sowie niedrigschwellige Zugangsmöglichkeiten die Attraktivität des Berufsbildes erhöhen. Dadurch könnten unter anderem junge Menschen, Quereinsteigende und bereits in der Pflege tätige Helferinnen und Helfer angesprochen werden.
Verkürzte Wege zur Pflegefachkraft vorgesehen
Die neue Ausbildung soll verschiedene Anrechnungsmöglichkeiten bieten. Menschen mit einschlägiger Berufserfahrung können ihre Ausbildungszeit unter bestimmten Voraussetzungen verkürzen. Darüber hinaus soll nach erfolgreichem Abschluss eine verkürzte Weiterqualifizierung zur Pflegefachkraft möglich sein.
Auch bereits absolvierte Teile einer Pflegefachkraftausbildung können künftig auf die Pflegefachassistenzausbildung angerechnet werden. Das Ministerium sieht darin zusätzliche Möglichkeiten für flexible Bildungswege innerhalb der Pflegeberufe.
In Brandenburg gibt es derzeit 31 Pflegeschulen mit einer Kapazität von rund 5.700 Ausbildungsplätzen. Nach Angaben des Ministeriums waren zum Stichtag 31. Dezember 2024 etwa 5.000 Plätze besetzt. Rund 4.000 Auszubildende befanden sich in der Ausbildung zur Pflegefachkraft.
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Red. / Presseinformation




