Die Bundesregierung plant Entlastungen bei den stark gestiegenen Energiepreisen. So soll unter anderem die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend um 17 Cent pro Liter gesenkt werden. Zudem sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro erhalten können. Ab Januar 2027 ist darüber hinaus eine Reform der Einkommenssteuer geplant, die insbesondere kleinere und mittlere Einkommen entlasten könnte. Aus der Brandenburger Regierungskoalition kommen dazu sowohl Zustimmung als auch weitere Forderungen. Wie schnell und in welchem Umfang die Entlastungen tatsächlich bei den Menschen in Brandenburg ankommen, bleibt abzuwarten.
Entlastung bei Energiepreisen auch für Brandenburg geplant
Angesichts der hohen Energiepreise haben sich die Koalitionspartner auf Bundesebene auf ein Maßnahmenpaket verständigt. So soll unter anderem die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend um 17 Cent pro Liter gesenkt werden. Zudem sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro erhalten können. Ab Januar 2027 ist darüber hinaus eine Reform der Einkommenssteuer geplant, die insbesondere kleinere und mittlere Einkommen entlasten soll.
Der CDU-Landesvorsitzende Jan Redmann bezeichnete die Maßnahmen am Montag als „echtes Entlastungssignal“ für Brandenburg. Gerade in einem Flächenland mit vielen Pendlern sei die Abhängigkeit vom Auto hoch. Entlastungen bei Kraftstoffpreisen seien daher aus seiner Sicht notwendig. Auch die steuerfreie Prämie sowie die geplante Steuerreform sollen laut CDU gezielt die finanzielle Situation vieler Menschen verbessern.
Auch der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Brandenburg im Bundestag, Sebastian Steineke, bewertet die geplanten Schritte grundsätzlich positiv. Er fordert jedoch, dass die Entlastungen bei den Spritpreisen tatsächlich bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie bei Unternehmen ankommen. Nach seinen Angaben müsse es zu einer Stabilisierung der Preise kommen, um die Belastung im Alltag zu reduzieren.
Ministerpräsident Woidke: „Längst überfällig“ – Forderung nach Übergewinnsteuer
Aus der Staatskanzlei Brandenburg kommt neben Zustimmung auch Kritik. Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke bezeichnete die geplanten Entlastungen laut offizieller Mitteilung als „überfällig“. Gleichzeitig fordert er, dass die Steuersenkung an den Tankstellen vollständig an die Verbraucher weitergegeben wird.
Darüber hinaus äußerte sich Woidke kritisch zur Finanzierung der Maßnahmen. Nach seinen Angaben gehe die Entlastung aktuell zulasten der Staatskasse. Er spricht sich daher weiterhin für eine sogenannte Übergewinnsteuer aus. Diese solle insbesondere bei Mineralölkonzernen greifen, die laut Woidke von der aktuellen Lage profitieren. Einnahmen daraus könnten genutzt werden, um die Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger zu finanzieren.
Auswirkungen für Pendler und Haushalte
Für viele Menschen in Brandenburg könnten die geplanten Maßnahmen eine direkte finanzielle Entlastung bedeuten. Gerade Pendler, die täglich auf das Auto angewiesen sind, könnten von sinkenden Kraftstoffpreisen profitieren. Auch die steuerfreie Prämie könnte kurzfristig für zusätzliche finanzielle Spielräume sorgen.
Langfristig soll die geplante Reform der Einkommenssteuer greifen und die Belastung insbesondere für kleinere und mittlere Einkommen reduzieren. Ob und wie stark diese Effekte im Alltag spürbar werden, hängt jedoch auch davon ab, ob die Preisvorteile tatsächlich weitergegeben werden und wie sich die Energiepreise insgesamt entwickeln.
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Red. / Presseinformation




