Zum 155. Todestag von Fürst Hermann von Pückler-Muskau rückt die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz heute das historische Erbe des Gartenkünstlers, Autors und Visionärs in den Fokus. Mit der traditionellen Illumination des Tumulus im Branitzer Park wird an das Wirken des Fürsten erinnert. Gleichzeitig erscheint eine neue Publikation, die sich mit der zeitgenössischen Wahrnehmung Pücklers auseinandersetzt. Grundlage der folgenden Informationen ist eine aktuelle Pressemitteilung der Stiftung.
Gedenken im Branitzer Park zum Todestag Pücklers
Am heutigen Gedenktag erinnert die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) an Leben und Wirken von Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Wie die Stiftung in einer Pressemitteilung mitteilt, wird zu diesem Anlass erneut der Tumulus im Branitzer Park illuminiert. Die Lichtinszenierung gilt als feste Tradition und soll das Andenken an den Gartenkünstler, Autor und Visionär wachhalten.
Der Branitzer Park ist eng mit dem Namen Pückler verbunden. Hier setzte der Fürst seine gartenkünstlerischen Vorstellungen um und schuf ein Landschaftskunstwerk, das bis heute weit über die Lausitz hinaus bekannt ist. Die Illumination des Tumulus erinnert dabei an seine letzte Ruhestätte und an seine prägende Rolle für die Gartenkunst des 19. Jahrhunderts.
Neue Publikation beleuchtet Pückler aus Zeitgenossen-Sicht
Parallel zum Gedenktag erscheint in der edition branitz eine neue Publikation, die sich dem Bild Pücklers im Spiegel seiner Zeit widmet. Der von Peter James Bowman und Nikolaus Gatter zusammengestellte Band trägt den Titel „Fürst Pückler im Urteil seiner Zeitgenossen“. Laut Stiftung rekonstruiert das Werk auf über 400 Seiten die Wahrnehmung des Fürsten aus der Perspektive seiner Umwelt. Kaum eine Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts habe, so heißt es in der Mitteilung, so viel Bewunderung und zugleich so scharfe Kritik erfahren wie Pückler. Sein exzentrisches Auftreten, seine gesellschaftliche Stellung, sein ästhetischer Ehrgeiz sowie seine extravagante Lebensführung sorgten gleichermaßen für Aufmerksamkeit, Zustimmung und Ablehnung. Diese Spannbreite greift der Band gezielt auf.
Authentische Quellen statt klassischer Biografie
Im Gegensatz zu einer klassischen biografischen Darstellung setzt die Publikation auf eine Collage authentischer Quellen. Enthalten sind Briefe, Tagebuchauszüge, Berichte von Zeitgenossen sowie Presseartikel aus den Jahren zwischen 1800 und 1874. Nach Angaben der Stiftung ergänzt der Band damit das bekannte Selbstbild Pücklers um zahlreiche Fremdperspektiven. Zugleich eröffnen die zusammengestellten Dokumente Einblicke in die Kultur-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Ergänzt wird das Werk durch alle bekannten Bildnisse des Fürsten. Viele dieser Darstellungen wurden laut Pressemitteilung erstmals veröffentlicht. Eine ausführliche Zeittafel bildet zudem das bewegte Leben Pücklers zwischen 1785 und 1871 ab.
Der Band „Fürst Pückler im Urteil seiner Zeitgenossen“ von Peter James Bowman und Nikolaus Gatter ist im BeBra Verlag erschienen. Er ist zum Preis von 36 Euro im Buchhandel erhältlich. Ab April soll die Publikation zudem in den Museumsshops der Stiftung in Branitz angeboten werden, wie die Stiftung weiter mitteilt.
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Red. / Presseinformation
Bild: BeBra Verlag







